33 als bisher. Wendelh sagt hierüber: „Es ist daher bei der Einrichtung ­ von Revisionsämtern oder Revisorstellen die größte Sorgsalt ­ in bezug auf das Beamtenmaterial zu verwenden und von den Bewerbern nicht nur eine sachliche Ausbildung in den verschiedenen ­ Systemen des Rechnungswesens, sondern auch eine genügende Kenntnis des sonstigen Verwaltungsdienstes, ferner eine gute Allgemeinbildung zu verlangen. Auch die letztere ist notwendig zur Prüfung und Beurteilung von Fragen der wirtschaftlichen Sorgfalt. — Es ist ferner Aufgabe der Verwaltung, den Revisionsorganen ­ eine gebührende Selbständigkeit und sowohl nach außenhin wie auch innerhalb der Verwaltung ein Ansehen dadurch zu verschaffen, daß ihrer Tätigkeit eine weitgehende Bedeutung beigelegt ­ und größtmögliche Unterstützung zuteil wird. Eine Unterlassung ­ in dieser Beziehung wird den Wert und die Wirkung der Revisionsorgane bedeutend herabsetzen. Leider wird diesen Umständen ­ noch nicht überall die nötige Bedeutung beigelegt; mir ist sogar die bedauerliche Tatsache bekannt, daß in einer Provinzialhauptstadt ­ einige durch Einstellung von weiblichen Hilfskräften überzählig gewordene Kanzlisten, die seit Jahrzehnten die Schreibmaschine ­ bedient hatten, in das Revisionsamt versetzt worden sind, eine Maßregel, die nichts weniger als wirtschaftlich ist". Wie segensreich eine geschickte Revisionseinrichtung wirken kann, zeigt Wendel 2 ) an folgendem Beispiel: „Die Erfolge derartiger Revisionen sind für die Finanzwirtschaft von großem Vorteile, beispielsweise sind in der Stadt Hannover nach der durch einen Bureaudirektor durchgeführten Bureauform, die eine Vereinfachung des Registratur-, Expeditions-, Rechnungs- und Kassendienstes — namentlich infolge Einführung von Maschinen — und außerdem eine Nachprüfung der Verteilung des Bureaupersonals mit Erfolg bewirkte, Ersparnisse an Verwaltungskosten in Höhe von 80 000 Mk. jährlich erzielt". Die Erfolge der Revisionen hängen aber im wesentlichen von der Qualität der Revisoren ab, die wieder durch eine Fachausbildung ­ gewährleistet werden muß. Es dürste zur Erlangung meses Zieles die Einführung von Kursen entweder an der Akademie für kommunale Verwaltung in Düsseldorf oder an den Handelshochschulen^) ­ ratsam sein. \ dd Wendel (Revisor des Hannoverschen Stadtkassenrevisionsverbandes), Vortrag ­ gehalten m der „Kommunalen Woche" Düsseldorf, 1913: „Die Revision von Gemerndetaßen und die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Gemeindeverwaltungen" (dem Verfasser in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt), enthält sehr beachtenswerte ­ Richtlinien für Gemeinderevisionen usw. Dem genannten Herrn verdanke ­ ich auch wertvolle Mitteilungen über die kommunalen Revisionsverbände. 2 ) M. Wendel in dem in voriger Fußnote zit. Vortrage. 3 ) vgl. meine Ausführungen im Abschnitt „Die Berufsbücherrevisoren in Deutschland".