33 steriellen Aeußerung erklärte an gleicher Stelle der stell vertretende Unterstaatssekretär: „Durch die Moselkanalisierung wird ein Eisenbahn- „kapital von 700 Millionen brachgelegt; das ist doch „keine Bagatelle. Als dann im vergangenen Jahre im Preussischen Ab geordnetenhause die Frage nochmals angeschnitten wurde, führte Herr von Breitenbach wiederum folgendes aus: „Nach der finanziellen Seite kann angenommen wer- „den, daß das Unternehmen sich nicht selbst finan- „ ziert, wenngleich auch hierbei immer noch einige „Items sind, vielleicht sehr große Fragezeichen, da „noch kein Mensch weiß, ob die 4 Millionen Tonnen „Koks, die heute von der Ruhr nach dem Südwesten „gehen, in der Tat mit Rücksicht auf die ja bekann ten Schädigungen, die der Koks beim Umladen er fährt, den Wasserweg aufsuchen können. Diese „Frage ist nicht völlig geklärt. Der Kapitalausfall von 700 Millionen Mark ist regie rungsseitig dadurch errechnet worden, daß ein jährlicher Nettoausfall an Eisenbahneinnahmen von 24 Millionen Mark angenommen wurde. Man hat also eine Verzinsung des preussischen Eisenbahnkapitals von 3,4 °/ 0 in Ansatz ge bracht. In Wirklichkeit beträgt die Verzinsung in der Gegenwart etwa 6 %; das ausfallende Kapital würde so mit nur auf 400 Millionen Mark zu berechnen sein, wo von noch überdies 100 Millionen auf die Reichslande ent fallen würden. Dabei ist noch keineswegs berücksichtigt worden, wieviel die voraussichtliche Verkehrsvermehrung dem Preussischen Staate einbringen würde. Von besonders großer Bedeutung ist die schon be rührte Frage der Eisenerzgewinnung. Das Deutsche Reich bezog im Jahre 1902 3,9 Millionen Tonnen fremde Eisen erze im Werte von 69,2 Millionen Mark, im Jahre 1910