54 Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, daß sich die Umlaufszeit trotz der steigenden Raschlebigkeit der heutigen ­ Maschinen und Anlagen, trotz der steigenden Abnutzung ­ der Eisenbahnschienen und der Vermehrung des kurzlebigen Verbrauchseisens nicht weiter verkürzen sollte, werden wir 1913 mit 4, 1918 mit 5, 1930 mit 10 und 1935 mit 12 Millionen Tonnen Altschrott auf dem deutschen Markte zu rechnen haben. Selbst wenn sich die deutsche Roheisenerzeugung, die 1910 14 793 325 t betragen hat, nicht weiter vermehrt, gibt es also, wenn man 14 Millionen Tonnen Roheisen und 12 Millionen Tonnen Stahl als den Durchschnitt der letzten 3 Jahre annimmt auf dem deutschen ­ Markte 1913 12 + 3,6 = 15,6 Tonnen Stahl, 1918 12 + 4,5 = 16,5 ,, „ 1921 12 + 5,4 = 17,4 „ 1922 12 + 6,3 = 18,3 „ „ 1924 12 + 7,2 - 19,2 1925 12 + 8,1 - 20,1 1930 12 + 9,0 = 21,0 1931 12 + 10,8 = 22,8 Der deutsche Markt ist gewiss noch einer Steigerung seines Stahlverbrauchs fähig, aber ob er diese Massen Stahl aufzunehmen im Stande sein wird, welche schon ohne eine Vermehrung der Stahlerzeugung aus Roheisen bis 1935 entstehen werden, ist doch mehr als zweifelhaft. Dabei trifft diese Erscheinung nicht nur Deutschland, sondern ­ alle alten Eisenländer der Erde, vor allem England, welches ­ weit eher einen großen Eisenverbrauch gehabt hat als die andern. Nimmt man den Eisenverbrauch des Jahres 1900 mit 9 000000 t an, so kommen 1925 diese 9000 000 t als Alteisen ­ auf den Markt. Würden nun 1925 bloß 10 Millionen t