32 So hoch hatte auch der kühnste Optimismus seine Hoffnungen nicht gespannt. Überrascht von den Beweisen einer industriellen Kraftentwickelung, die sowohl von dem Zigarettensteuer gesetze vom 3. Juli 1906 wie dem Tabaksteuergesetze vom 15. Juli 1909 auf die Dauer unberührt blieb, wird der Leser vielleicht noch die Frage auswerfen, ob die von jeder Steuererhöhung freie Periode der vorangegangenen sieben Jahre nicht Spuren einer noch kräftigeren Entwicke lung zeigt. Das ist durchaus nicht der Fall. Vom Jahre 1897 bis zum Jahre 1904 stieg die Arbeiterzahl nicht, wie in der folgenden bis zum Jahre 1911 reichenden Periode, um 15000, sondern nur um 11000; die Jahreslohn summe für alle versicherungspflichtigen Tabakarbeiter stieg vom Jahre 1897 bis zum Jahre 1904 nicht, wie der Steigerung der Arbeiterzahl um 15000 ist die Zigarettenindustrie mit 5800 beteiligt. Die Steigerung der Arbeiterzahl aller Zweige der Tabakfabrikation um 15000 bezieht sich auf die Kalenderjahre 1904 und 1910! Die Arbeiterzahl des Jahres 1910, obwohl sie noch immer der stark ge stiegenen Arbeiterzahl des Jahres 1907 gleicht, stellt gegenüber dem Höhepunkte der Jahre 1908 und 1909 den Tiefpunkt dar. Daß die Zahl der Tabakarbeiter im Jahre 1911 höher sein wird als im Jahre 1910, ist nach den Beobachtungen für das erste Halbjahr 1911 sehr wohl möglich, doch wurde dies bei obigen Vergleichungen in keiner Weise berücksichtigt. Auch wurde beider Erörterung des finanziellen Ertrages die ein malige Einnahme von ca. 10 Millionen Mark für Nachzoll und Nach steuer und die einmalige Ausgabe von ca. 6^ Millionen Mark für Tabakarbeilerunterstützungen nicht berücksichtigt.