65 damals die Fabrikation billiger Stapelwaren; für das, was hochwertig war, war Preußen noch auf das Ausland vielfach angewiesen. Lift konnte darum nicht genug betonen, daß man nicht Qualitätswaren abzuhalten habe, sondern die billigen Massenartikel, gegen welche der Eewichtszoll der gegebene Schutz sei. Die billigen Er zeugnisse stellten (nächst England) damals Sachsen und Schwaben so gut wie Preußen her. Sie mußte Preußen ab wehren, wenn die Mittel- und Kleinstaaten mit ihren Jndustrieen ein dringendes Interesse gewinnen sollten, in den Zollverein einzutreten. Es kam hinzu, daß viele der Mittel- und Kleinstaaten entweder inmitten preußischer Gebiete oder langgestreckt an preußischen Grenzen lagen; einen Anreiz, diese im Wege des Schmuggels zu durch brechen, mußte naturgemäß jeder Wertzoll in ungleich höherem Grade bieten als der Gewichtszoll, sobald die Überführung hochwertiger Waren in Frage kam. War ja denn auch schon damals die Zolltechnische Diskussion nicht frei von den Zweifeln der Beamten und Wirtschafts politiker, wie man sich erfolgreich gegen zu niedrige Wert anmeldungen der Verzoller würde schützen können; zumal, wenn nicht in unsachgemäßer Weise zu oft oder wenn nicht zu selten vom Ankaussrechte Gebrauch gemacht werden sollte. Diese Zweifel sind infolge der Schaffung des Tabak wertzolls und der mit ihm gemachten Erfahrungen als endgültig behoben zu betrachten. Man sieht auch hier wieder den von allen Prak- Ltssner, Zur Wertzollfrage. 5