68 Beirat" zusammentreten und Durchschnittswerte mühevoll festzulegen versuchen, die aber, unbeschadet der Größe ihrer eigenen Geschäfte und all ihres Eifers, dennoch naturgemäß über ein zu kleines Veobachtungsfeld verfügen, um auch nur eine annähernd zutreffende Vor stellung von der Vielfältigkeit ches Wertbildes auf dem ganzen Wirtschaftsterritorium Deutschlands erlangen zu können. Auch nicht mit Hilfe der üblichen Umfragen, deren Beantwortung in das freie Ermessen des Einzelnen gestellt ist. Wo an die Stelle der Schätzung das Wissen trat, zeigt sich denn auch Erstaunliches. Wir wissen nach Einführung des Wertzolls, daß sich der Durchschnittspreis des Doppelzentners ausländischer Tabakblätter im ersten Jahr auf 147 Mark, im zweiten Jahre (1. Juli 1910 bis 30. Juni 1911) auf ca. 162 Mark stellte. Nun hat sich aber dieses letztere Jahr durch ein sehr scharfes Anziehen aller Tabak preise, sowohl für hochwertige wie geringwertige Roh- abakgattungen, besonders kenntlich gemacht, so daß die Tabakindustriellen mit Recht erklären konnten, so hohe Preise seit einer langen Reihe von Jahren nicht gekannt zu haben. Dennoch lautete die endgültige Schät zung des Durchschnittswertes seitens des handelsstatisti schen Beirates für das Jahr 1906 auf 183 Mark, für das Jahr 1907 auf 191 Mark, mithin um vieles zu hoch, denn der Preis war in Wirklichkeit damals ganz er heblich niedriger als im Erntejahre 1910/11, in welchem er sich — wie man jetzt weiß und nicht mehr zu schätzen