78 • ■ >... Durchschnitt annimmt, so beträgt der Jahreseinfuhrwert (Eroßhandelswert) der in Deutschland verbleibenden Pelze bereits 60 Millionen Mark*). Spateren Ausführungen sei an dieser Stelle vorweggenommen, daß das Zoll- aufkoinrnen aus unserer gesamten Pelz- und Kürschner wareneinfuhr noch nicht 100 000 Mark beträgt, während Amerika sein System der Wertverzollung herzhaft auch auf Pelzwaren anwendet. *) Der tatsächliche Wert verbrauchsfertiger Ware ist ungleich höher: bei allen Berechnungen der Einfuhr werden Vvn uns Mengen und Zoll aufkommen des Kalenderjahres 1910 zu Grunde gelegt, jedoch mit den nicht vorläufig, sondern endgültig angesetzten, also erst im Jahre 1911 zur Veröffentlichung gelangenden Werten.; Bei Fellen zu Pelzwerk und Kürschnerwaren brauchen wir uns infolge des Bundesratsbeschlusses vom 11. Februar 1911 auch der endgültigen Schätzung des handelsstatistischcn Beirats nicht mehr zu bedienen, sondern benutzen die sich auf Grund der jetzt bestehenden Wertanmeldepflicht ergebenden Werte. Es ergibt sich dann für die Monate Mai bis August 1911 (unter genauer Berücksichtigung der für jede Einzelposition in Frage kommenden Einfuhr- und Ausfuhrmengen) ein Durchschnittswert für Position 155 a/b, 563 a/b, 564/65 von 2397 Mark für die Einfuhr, von 4120 Mark für die Ausfuhr. Daraus erhellt, wie niedrig die oben im Text aufgeführte Ziffer von rund 2400 Mark gegriffen ist. In der Hauptsache ist die große Unterschiedlichkeit der Werte zwischen Einfuhr und Ausfuhr darauf zurückzuführen, daß an der Einfuhr hauptsächlich rohe Felle, die in Deutschland erst zugerichtet und gefärbt werden, an der Ausfuhr dagegen hauptsächlich fertige hochwertige Kürschnerwaren (Position 563 a) Beteiligt sind. Es wird von Pelzhändlern versichert, daß der Einfuhrwert der im Jnlande verbleibenden ca. 25 000 dz in Höhe von ca. 60000000 Mark unter Berücksichtigung derjenigen Pelze, die in Deutschland zuge richtet und gefärbt werden, nach dem Klein Verkaufspreis einen Betrag von allerwenigstens 120000000 Mark aufweist!