81 Wird nach den angezogenen Beispielen an dem Vor handensein großer Gebiete des Lurusverbrauchs nicht mehr gezweifelt werden können, so gelangen wir, insoweit die benannten Warengattungen aus dem Ausland ein geführt werden, zu der weiteren Frage, ob die bisherige Bemessung des an ihnen haftenden Zolls noch den vor dringenden Forderungen nach höherer sozialer Steuerge rechtigkeit entspricht. Sie wird verneint werden müssen. Daß der große deutsche Pelzverbrauch, in dessen Be reich ausschweifendste ÜUXUsaufwendungen durchaus nicht mehr wie in früheren Zeiten ein Privileg einiger Be vorzugter sind, so gut wie steuerfrei ist, haben wir bereits an anderer Stelle vorweggenommen. Rohe und zuge richtete Straußen- und Reiherfedern im Großhandelswerte von rund 13 Millionen Mark erbringen ca. 775008 Mark Zoll, sie sind mit 0,6 °/ 0 des genannten Wertes belastet. Hüte (Pos. 538 a/b, 534, 537, 541 d, 542) im Groß handelswerte von 14 Millionen Mark erbringen noch nicht ganz eine Million Mark an Zoll. Feines Schuh werk ist mit einem Zolle von nur ca. ß 1 l 2 °l 0 des Groß handelswertes belastet, ausländische Glace- und Wild lederhandschuhe mit ca. 2 1 /. %, ausländische Fertigerzeug nisse aus Elfenbein, Schildpatt und Perlmutter mit nur 15 °/o, ausländische Schokoladen mit 17,8 %, Puder, Schminken, wohlriechende Salben und künstliche Riech stoffe (Position 354, 355, 358) mit ca. 8 °/ 0 , Perücken, Menschenhaar und Haarnetze mit ca. 3°/ 0 , orientalische Fußbodenteppiche mit 15,8 °/ 0 , dichte Gewebe (ausschließ- Stffner, Zur Wirtzollfrage. 6