85 handensein aus betn Ausland eingeführter hochwertiger LuXuswaren zeigt, und daß das bei ihnen herrschende Mißverhältnis zwifchenWert undZoll stark genug ist, um Erörterungen über eine etwa spätere Besteuerung im Inland erzeugter Luruswaren für absehbare Zeit entbehrlich erscheinen zu lassen. Wenn, wie die letzte Tabelle zeigt, ca. 180 Millionen Mark hochwertiger, dem Lurusbedarfe zuzurechnender oder — wo der reine Luruscharakter zweifelhaft erscheinen könnte — zum wenigsten doch im Inland ebenso wohlfeil herstellbarer Waren insgesamt mit nur 9 Millionen Mark oder mit nur 5 % des Einfuhrwertes durch den Zoll belastet sind, wenn sich ferner im Ein zelnen die höchste Belastung (bei Schokoladen und Perl mutterknöpfen) mit nur etwa 18°/« ihres Großhandels wertes zeigt, wenn daran erinnert werden darf, daß beispielsweise die deutsche Schokoladenindustrie bei einer sich auf 18 °/o des Großhandelswertes stellenden Zoll belastung der Einfuhrware lebhafte Klagen über den Entzug der Herstellung gerade der feinsten Erzeugnisse durch das Ausland führen muß, so erkennt man un schwer, in wie weitgehendem Maß unser bisheriges Zollsystem die Gesichtspunkte der Lurusbesteuerung ver nachlässigt hat. Man muß festhalten, daß unsere Tabak besteuerung, obwohl sie nach ihrer Höhe pro Kopf der Bevölkerung von anderen Kulturländern noch um das Doppelte bis Dreifache übertroffen wird, unter Berück sichtigung des Gewichtszolles die Einfuhr ausländischer