99 in nicht wenigen Sätzen noch wesentlich ermäßigten Kon ventionaltarife zustande, Handelsverträge, über die laute Klagen aus der Industrie erschallten; denn es war bei spielsweise unsere hoch entwickelte, blühende Maschinen industrie dem Wettbewerb des Auslandes auf dem in ländischen Markt fast vollständig preisgegeben." Der erwachende Zorn unserer Industrie gegen die Schematisierungen der Meistbegünstigungspolitik, dem der Bund der Industriellen — erfreulicherweise hier scheinbar nicht im Gegensatze zum Zentralverbande deut scher Industrieller — unzweideutigen und beredten Aus druck gegeben hat, läßt den jetzigen Zeitpunkt besonders günstig erscheinen, nach einer starken Waffe zu suchen, die — grundsätzlich erst einmal den hierfür geeigneten Positionen des Eeneraltarifs beigegeben — das Instru ment werden kann, um auch die bisher abgeneigten, auf die Meistbegünstigung pochenden Staaten zu Tarifver trägen mit dem Deutschen Reiche zu bewegen. Als eine solche Waffe wird der Wertzoll auch des halb gute Dienste leisten, weil bei einer großen Reihe von Warengattungen Deutschland es ist, das als Käufer der hochwertigen Arten und Verkäufer solcher Arten auftritt, die nach Maßgabe des auf die Gewichts einheit bezogenen Wertes billig und deshalb dem auf sie angewiesenen Ausland erwünscht sind. In allen der artigen Fällen wird der Wertzoll diejenige Waffe sein, mit welcher wir auf das Ausland einwirken können, ohne daß die gegen uns gerichtete Umkehrung der Waffe 7 *