Chlorschwefel  82  Chrysamin  R  und  G

Salze  und  wäßrigen  Lösung  bekannt,  die  durch
Umsetzung  von  Bariumchlorat  mit  der  berechneten ­
  Menge  Schwefelsäure  erhalten  wird.  Durch
Eindampfen  im  Vakuum  kann  die  Lösung  b;s
zum  spez.  Gew.  1,280  und  einem  Chlorsäuregehalt
  von  40  »/&lt;&gt;  konzentriert  werden.  Darüber
hinaus  zerfällt  sie  unter  Abspaltung  von  Sauerstoff ­
  und  Chlor  zu  Überchlorsäure,  HC10 t .
Die  Ch.  ist  ein  energisches  Oxydationsmittel,
welches  organische  Stoffe,  wie  Papier,  Gewebe
usw.,  unter  Flammenerscheinung  zerstört.  Eine
stark  verdünnte  Lösung  dient  nach  einem  patentierten ­
  Verfahren  zum  Karbonisieren  des  baumwollenen ­
  Untergrundes  bei  der  Herstellung  sog.
Luftspitzen.
Chlorschwefel,  S 2 C1 2  (Schwefelchjorür,
einfach  Chlorschwefel,  lat.  Sulfur  monochloratum,
  frz.  Chlorure  de  soufre,  engl.  Chloride  of
Sulphur),  entsteht  beim  Überleiten  von  Chlor  über
geschmolzenen  Schwefel  als  eine  rotgelbe,  übelriechende,
  an  der  Luft  rauchende  Flüssigkeit
vom  spez.  Gew.  1,687»  die  bei  138°  siedet,  sich
nicht  mit  Wasser  mischt,  aber  von  letzterem  zersetzt ­
  wird.  Ch.  wird  zum  Vulkanisieren  von
Kautschuk  benutzt,  da  er  große  Mengen  Schwefel
leicht  auflöst.
Chor-Putta,  eine  ostindische  Bastfaser  von
Urtica  heterophylla,  einer  Nesselpflanze  in
Concan  und  Malabar.
Christbaumschmuck  aus  Glas,  Zinnlegierungen ­
  und  anderen  Metallen,  wird  im  Erzgebirge,
im  Thüringer  Wald  und  in  Nürnberg,  besonders
in  der  Heimindustrie  in  großer  Mannigfaltigkeit
hergestellt  und  bildet  einen  wichtigen  Artikel
der  Leipziger  Messe.
Chrom.  Dieses  erst  1797  entdeckte  metallische ­
  Element  (Cr  --  52)  bildet  die  Grundlage
einer  Reihe  für  Technik  und  Handel  nicht  unwichtiger ­
  Präparate,  als  deren  ausschließliches
Ausgangsmaterial  der  C  hromeisenst  ein  (Chr  omit),
  ein  Mineral  aus  Chromoxyd  und  Eisenoxydul ­
  mit  wechselnden  Mengen  Magnesia,  Tonerde ­
  usw.  zu  gelten  hat.  Das  metallische  Ch.,
welches  bis  vor  kurzem  nur  im  Laboratorium
durch  Glühen  von  Chromoxyd  mit  Zyankali  und
Tierkohle,  oder  durch  Reduktion  von  Chromoxyd ­
  oder  Bleichromat  mit  Kohle  dargestellt
wurde,  kann  neuerdings  mit  Hilfe  des  Goldschmidtschen
  Thermitverfahrens  (s.  d.)  durch
Behandlung  von  Chromoxyd  mit  Aluminiumpulver ­
  unschwer  in  größerer  Menge  gewonnen
werden  und  hat  dadurch,  besonders  zur  Erzeugung ­
  des  Chromstahls  (s.  Stahl),  größere  Bedeutung ­
  gewonnen.  Es  ist  ein  eisengraues,  sehr
hartes,  sprödes  und  strengflüssiges  Metall  vom
spez.  Gew.  6,9.
Chromgelb  (frz.  Jaune  de  chrome,  Chromate
de  plomb,  engl.  Chrome  yellow,  Chromate  of
lead)  eine  der  schönsten  gelben  Mineralfarben,
die  in  den  verschiedensten  Tönen  vom  Hellgelb
bis  Orange  und  Rot  (Chromorange,  Chromrot) ­
  und  unter  den  verschiedensten  Namen  wie
Neugelb,  Pariser-,  Amerikanisch-,  Gothaer-, ­
  Hamburger-,  Kaiser-,  Kölner-,  Königs-, ­
  Krön-,  Leipziger-,  Post-,  Zitronen-,
Zwickauergelb  in  den  Handel  kommt,  oie
alle  bestehen  in  chemischer  Hinsicht  aus  chromsaurem ­
  Blei,  PbCr0 4 ,  allein  oder  im  Gemisch  mit
wechselnden  Mengen  Bleioxyd  und  werden  in

der  Weise  hergestellt,  daß  Bleilösungen,  am
besten  von  Bleiazetat  (s.  Bleizucker)  mit  Kaliumchromat
  gefällt  werden.  Zur  Erlangung  der  gewünschten ­
  Farbtöne  sind  ganz  besondere  Ml-  I
schungs-  und  Mengenverhältnisse  innezuhalten,
denn  je  basischer  die  Farbe,  um  so  mehr  nähert
sich  ihr  Ton  dem  Orange  und  Rot.  Auch  emp-  ,
fiehlt  es  sich,  um  den  Niederschlag  voluminöser,
wolliger  zu  erhalten,  aus  stärkerer  Verdünnung  j
mit  einem  Überschuß  von  Bleisalz  zu  fällen.  Die  |
Chromgelbe  werden  teils  zur  Erzielung  besonderer ­
  Töne,  teils  in  betrügerischer  Absicht  mit
minderwertigen  Zusätzen,  wie  Gips,  Kreide,
Schwerspat  versetzt  und  sollten  daher  stets  auf  |
ihre  Reinheit  geprüft  werden.  Sie  lassen  sich  [
sowohl  als  Öl-  wie  als  Wasserfarbe  verwenden
und  liefern  gut  deckende,  ziemlich  Widerstands-  I
fähige  Anstriche.  Nur  auf  frischen  Kalkwänden  I
können  sie  nicht  angebracht  werden,  ohne  in  I
Rot  umzuschlagen,  und  werden  durch  Schwel el-  ■
Wasserstoff,  wie  die  übrigen  Bleifarben  (s.  d.),  ge-  |
schwärzt.
Chromgrün  (frz.  Vert  de  chrome,  engl.  Pro-  j
toxide  of  chromium).  Unter  diesem  Namen  kommen ­
  sowohl  das  reine  Chromoxyd,  wie  auch  S
Gemische  von  letzterem  mit  Chromgelb  oder
auch  von  Chromgelb  mit  Berlinerblau  in  den  I
Handel.  Das  Chromoxyd,  Cr 2 0 3 ,  wird  durch  l
Glühen  von  Kaliumdichromat  mit  kohlenstoffhaltigen ­
  Substanzen,  wie  Stärke,  Zellulose,  oder  j
mit  Schwefel  erhalten  und  bildet  eine  sehr  be-  |
ständige,  gegen  Licht,  Luft  und  Säuren  unver-  ,
änderliche  Farbe,  die  aber  wegen  ihres  etwas
matten  Aussehens  meist  nur  in  der  Porzellanmalerei ­
  Anwendung  findet.  Wesentlich  schönere
Töne  zeigen  die  als  Guignets  Grün,  Smaragdgrün, ­
  Pelletiers  Grün,  Vert  virginal  bezeichneten ­
  Farben,  welche  aus  Chromhydroxyd
bestehen  und  durch  Erhitzen  von  Kaliumdichromat
mit  Borsäure  bis  zur  schwachen  Rotglut  erhalten
werden.  Die  aus  Chromgelb  und  blauen  Farben ­
  gemischten  Grüne  fallen  unter  die  für  Bleifarben ­
  (s.  d.)  erlassene  Verordnung.
Chromsäure  (Chromtrioxyd,  lat.  Acidum
chromicum,  frz.  Acide  chromique,  engl.  Chromic
acid),  die  Sauerstoffverbindung  des  Chroms,
Cr0 3 ,  welche  durch  Behandlung  von  Kaliumdichromat ­
  mit  konz.  Schwefelsäure  hergestellt
wird,  erscheint  in  Form  scharlachroter,  bläulich
glänzender  Kristalle,  die  an  der  Luft  unter
Wasseranziehung  zerfließen  und  sich  in  Wasser
zu  einer  dunkelroten  Flüssigkeit  lösen.  Die  Ch.
zerstört  heftig  organische  Stoffe  und  muß  daher
in  Glasstöpselflaschen  aufbewahrt  werden.  Man
verwendet  sie  als  Ätzmittel  für  Metalle  und  medi-i
zinische  Zwecke,  zu  galvanischen  Batterien,  als
Oxydationsmittel  usw.  1
Chromviolett  nennt  man  zwei  Teerfarbstoffe
(Tripheny Imethanderivate),  welche  zum  Bedrucken ­
  von  Baumwolle  mit  Chrombeize  benutzt
werden.  Der  eine  ist  als  aurintrikarbonsaures
Natrium  anzusprechen  und  entsteht  bei  der  Einwirkung ­
  von  Formaldehyd  auf  Salizylsäure  un
Schwefelsäure,  der  andere  wird  durch  Behänd
lung  von  Tetramethyldiamidobenzhydrol  mit  Sä
lizylsäure  und  folgende  Oxydation  dargestellt
Auch  Chromchlorid,  CrClz,  führt  den  Names
Chromviolett  oder  Chrombronze.
Chrysamin  R  und  G  sind  twei  Azofarbstofle

(s.  d
diazi
Ci
aus
stell!
gelb
sehn
rotei
Stoff
CI
Base
entst
der
ling
unlöi
Athe
Ci
der
Arar
mit  1
gelbe
linisc
bei  1
äuße
kranl
mitte
Ch
gehöi
soll  I
Ch
siedei
weiße
Ch
sorzi
gehör
zolpz
lung
Schw
sulfos
erschi
tern  \
und  f,
Stich
Chi
ein  g
grüne
gehen
zu  ree
nebst
Gesch
neo,  2
net  g&lt;
schliff
Die  s
Schnit
Chr
sersti
zur  G
Teers  a
phen;
darges
Wolle
Baumi
Die  i
steht  1
Chr
Erhitz,
und  B
säure