Glidin

Glühlampen

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tere  besteht  aus  43,82  Natron  und  56,18  Säure.
Beim  Liegen  an  trockener  warmer  Luft  verwittert
das  kristallisierte  Salz,  indem  sich  die  Kristalle
durch  allmähliches  Verdunsten  des  Wassers  mit
einer  weißen  Schicht  bedecken  und  endlich  in
eine  pulverförmige,  nahezu  wasserfreie  Masse
verwandeln.  In  der  Hitze  schmilzt  das  Salz  anfänglich ­
  in  seinem  eigenen  Wasser,  bis  dieses
verjagt  ist  und  das  wasserfreie  Salz  zurückbleibt.
Das  schwefelsaure  Natron  ist  in  der  Natur
weit  verbreitet.  Es  findet  sich  aufgelöst  im
Meerwasser,  in  den  Salzsolen  und  verschiedenen
anderen  Mineralquellen  (Karlsbad,  Friedrichshall, ­
  Püllna  usw.),  als  Ausblühung  am  Erdboden,
namentlich  in  Steppen  in  der  Nähe  von  Seen,
in  Rußland,  Ungarn  usw.  Fertig  gebildet  als
festes  Mineral  in  Begleitung  von  Gips,  Ton,
Steinsalz  wird  das  G.  ebenfalls  nicht  selten
angetroffen,  z.  B.  in  der  Baseler  Gegend  nesterweise ­
  in  Gips,  in  Oberösterreich  als  Adern  in
Salzstöcken,  in  großen  Lagern  in  mehreren
Gegenden  Spaniens  mit  Gips  und  Ton.  Auch
der  Pfannenstein  der  Salzsiedereien  besteht  hauptsächlich ­
  aus  Gips  und  G.,  und  außerdem  entsteht ­
  es  als  Nebenerzeugnis  bei  der  Bereitung
von  Jod  und  Brom  aus  Meerpflanzenasche.  Größere ­
  Mengen  des  Salzes  werden  bei  verschiedenen ­
  chemisch-technischen  Prozessen,  namentlich ­
  bei  Darstellung  von  Salpetersäure,  aus  Chilesalpeter ­
  gewonnen.  Der  hierbei  erhaltene  Rückstand ­
  enthält  jedoch  stets  mehr  Schwefelsäure
als  das  G.,  da  man  einen  Überschuß  der  letzteren ­
  anwendet,  und  ist  daher  gewöhnlich  als
anderthalbschwefelsaures  Natron,  zuweilen ­
  auch  als  doppeltschwefelsaures  Natron,
Natriumbisulfat  (lat.  Natrium  bis  ulf  uric  um,
frz.  Bisulfate  de  soude,  engl.  Bisulfate  of  sodium), ­
  anzusprechen.  Er  wird  unter  dem  Namen
Weinsteinsurrogat  von  den  Färbern  als
Beize  benutzt.  —  Die  größten  Mengen  von  G.
wurden  bisher  bei  der  Herstellung  von  Soda
aus  Kochsalz,  bei  welcher  letzteres  zunächst
in  G.  verwandelt  wird,  gewonnen.  Diese  Ware,
aus  wasserfreiem  G.  bestehend,  wird  in  Fabrik
und  Handel  gewöhnlich  als  Sulfat  bezeichnet.
Aus  diesem  Sulfat  läßt  sich  durch  Auflösen  in
heißem  Wasser  und  Kristallisieren  leicht  das  gewöhnliche ­
  G.  herstellen.  Für  manche  Zwecke
braucht  man  es  aber  wie  es  ist,  ohne  Wassergehalt, ­
  namentlich  zur  Glasbereitung,  wenn  auch
nur  für  ordinäre  Gläser.  Das  G.  dient  außerdem
als  Reagens  in  der  Chemie,  technisch  bei  Bereitung ­
  des  Ultramarins,  als  Bestandteil  von
Kältemischungen  usw.,  medizinisch  als  Abführmittel. ­
  Es  muß  für  diesen  Zweck  durch  mehrmaliges ­
  Umkristallisieren  gereinigt  und  von  fremden ­
  Stoffen,  wie  Metallsalzen,  Gips,  Bittersalz,
Kochsalz,  befreit  sein.  Wird  die  Kristallisation
einer  Glaubersalzlösung  durch  Umrühren  gestört,
so  fällt  es  in  kleinen  nadelförmigen  Kristallen
zu  Boden.
Glidin  ist  ein  Nährpräparat  der  Firma  Dr.
Klopfer  in  Leubnitz  bei  Dresden,  das  im  wesentlichen ­
  aus  Weizenkleber  besteht  und  daneben
noch  Lezithin  enthalten  soll.
Glimmer  (frz.  Verre  de  Muscovic,  Mica,  engl.
Glist),  ein  weit  verbreitetes  Mineral,  bildet  einen
wesentlichen  Gemengteil  mehrerer  Massengesteine,
besonders  des  Granits,  Gneißes  und  Glimmerschiefers, ­

  in  welchen  es  in  Form  kleiner  Schüppchen ­
  vorhanden  ist.  Seltener  findet  sich  der
Gl.  auf  Gängen  im  Granit  in  großen  Blättern
und  Platten,  die  eine  technische  Verwendung
gestatten.  Seiner  chemischen  Zusammensetzung
nach  ist  er  ein  Doppelsilikat  von  Tonerde  mit
Alkalien  oder  Magnesia  und  enthält  als  unwesentliche ­
  Beimengungenbisweilen  etwas  Mangan,  Eisen
und  Kalk.  Die  wichtigste  Art,  der  Kaliglimmer ­
  oder  Muskovit,  besitzt  meist  eine  helle  Färbung ­
  und  läßt  sich  in  außerordentlich  dünne
Blätter  spalten,  die  völlig  durchsichtig  sind  und
an  Stelle  von  Glas  benutzt  werden.  Vor  letzterem
hat  er  den  Vorzug  der  größeren  Elastizität  und
Biegsamkeit  sowie  der  größeren  Widerstandsfähigkeit ­
  gegen  Hitze  und  dient  daher  zur  Herstellung ­
  von  Scheiben  in  Maschinenwerkstätten,
Kriegsschiffen,  Schmelz-  und  Dauerbrandöfen,
ferner  von  Schutzbrillen  für  Arbeiter  gegen
Einfliegen  von  Metall-,  Stein-  und  Glassplitter,
strahlende  Hitze  usf.  Die  kleineren  Bruchstücke
werden  zur  Verzierung  von  Spielwaren,  Galan
teriewaren  und  Buntpapier  benutzt.  Das  metallglänzende ­
  Aussehen  hat  oft  die  Hoffnung  auf
Goldfunde  erweckt  und  dem  Gl.  den  Namen
Katzengold  eingetragen.  Hauptfundorte  sind
Ural,  Nordamerika,  Ostindien  und  China.  Auch
in  den  deutsch-afrikanischen  Kolonien  scheinen
einige  abbauwürdige  Lager  zu  sein.  Der  meist
schwarze  Magnesiaglimmer  (Biotit)  findet
sich  besonders  in  den  jüngeren  Eruptivgesteinen: ­
  Porphyren  und  Trachyten.  Der  rosenrote
Lithionglimmer  oder  Lepidolith  von  Penig
in  Sa.  bildet  das  wichtigste  Ausgangsmaterial
für  Lithiumpräparate.
Globe-Öl  (Vulkanöl,  Phönixöl),  ein  aus
westvirginisc.hem  Rohpetroleum  hergestelltes
Schmieröl  vom  spez.  Gew.  0,885,  ist  säurefrei,
kältebeständig  und  verharzt  nicjit.  Auch  setzt  es
nach  wochenlangem  Stillstand  der  Maschinen
keine  trockenen  Massen  ab.
Glühlampen  für  elektrisches  Licht  nennt  man
diejenigen  Beleuchtungskörper,  in  welchen  dünne
Fäden  von  leitendem  (Metalle)  oder  nichtleitendem ­
  (Kohle,  Metalloxyde)  Material  durch  den
elektrischen  Strom  zum  Glühen  gebracht  werden, ­
  und  welche,  falls  die  als  Widerstand  eingeschaltete ­
  Substanz  verbrennlich  ist,  natürlich
luftleer  gemacht  oder  mit  einem  indifferenten
Gase  gefüllt  sein  müssen.  Am  verbreitetsten  und
bekanntesten  unter  den  Lampen  der  letzten  Kategorie ­
  ist  die  Kohlenfadenlampe.  Von  den
neuerdings  in  großer  Zahl  konstruierten  G.
kommt  besonders  die  Osmiumlampe  in  Betracht, ­
  bei  der  ein  aus  Osmiummetall  und  gewissen ­
  Zusätzen  hergestellter  Faden  in  Weißglut
versetzt  wird.  Die  O.,  die  ein  überaus  helles,  rein
weißes  Licht  liefert,  hat  den  Vorzug  geringen
Stromverbrauchs  und  geringer  Empfindlichkeit
gegen  Spannungsschwankungen.  Ihr  höherer
Preis  wird  durch  die  lange  Brenndauer  ausgeglichen. ­
  Die  Tantallampe  enthält  äußerst
feine  Fäden  von  metallischem  Tantal.  Sie  verbraucht ­
  nur  halb  soviel  Strom  wie  die  Kohlenfadenlampe ­
  und  hat  eine  Brenndauer  von  über
1000  Stunden.  Die  Zirkon-  und  Osramlampen
enthalten  Fäden  von  Zirkon,  bzw.  einer  Legierung
aus  Osmium  und  Wolfram.  Die  Nernstlampe
mit  offener  lufthaltiger  Birne  beruht  auf  der