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halten  und  besteht  aus  dem  Chlorzinkdoppelsalze ­
  des  Chlormethylhexamethylrosanüinchlorhydrates
  J.  bildet  prächtig  metallglanzende,
hellgrüne  Kristalle,  die  sich  in  Alkohol  mit  blaugrüner
  Farbe  lösen.  Neuerdings  wird  es  durch
die  entsprechende  Verbindung  des  Pararosanilins
(s.  Methylgrün)  verdrängt.
Jodipin  nennt  die  Firma  Merck  ein  jodiertes
Sesamöl,  das  durch  Behandlung  von  Sesamol  mit
Chlorjod  dargestellt  wird  und  in  zwei  Starken,
mit  10  und  25°/»  Jod,  in  den  Handel  kommt.
(S  auch  Bromipin.)  Die  Jodipme  b  Iden  hei
gelbe  ölige  Flüssigkeiten,  die  an  Stelle  des  Kaliumjodids ­
  medizinische  Anwendung  fmden.
Jodoform  (Formylj  odid,  Methylentrijodid,
  Trijodmethan,  lat.  J 0 d ofo ™* um V fl 3;
Jodoforme,  engl.  Jodoform),  eme  dem  Chloroform
ganz  analoge  Verbindung,  CHJ3,  in  welcher
das  Chlor  durch  Jod  ersetzt  ist,  wird  durch  Eintragen ­
  von  Jod  in  eine  erwärmte  Losung  von
Natriumkarbonat  oder  Ätznatron  und  Alkohol,
oder  durch  Elektrolyse  einer  Losung  von  Jodkalium ­
  und  Natriumkarbonat  in  Wasser  und  Al
kohol  dargestellt,  soll  aber  in  Frankreich  auch
durch  direkte  Behandlung  von  Seetangasche  mit
Ätznatron,  Azeton  und  unterch'ongsaurem  Natrium ­
  gewonnen  werden.  J.  bildet  schwefelgelbe,
perlglänzende  Kristallschuppen  von  eigentümlich
betäubendem,  safranähnlichem  Geruch  der  durch
Zusatz  von  Menthol,  Kampfer,  Terpentinöl,  Ptetferminzöl
  und  anderen  ätherischen  Ölen  zum  Te
verdeckt  wird.  Es  löst  sich  leicht  in  Alkohol  und
Äther,  aber  nicht  in  Wasser  schmnzt  bei  iiy  .
ist  mit  Wasserdämpfen  fmchtig  und  unter  teilweiser
  Zersetzung  sublimierbar.  Im  Handel  findet ­
  sich  groß  und  klein  kristallisiertes  sowie
staubförmig  geschlämmtes  J.  (J-  P ra ?P“^ u ™ ) ;
Das  J.  muß  in  gut  verschossenen  Ce-aßen  vor

Das  I.  muD  in  gm  vc-v...»-,--..—-  —--7-,  .  -
Licht  geschützt  aufbewahrt  werden  und  findet  in
der  Medizin  als  Antiseptikum,  sowohl  innerlich
als  äußerlich,  vielfache  Anwendung.
Jodol  (Tetrajodpyrrol),  ein  neueres  Antiseptikum. ­
  welches  vor  dem  Jodoform  bei  gleicher
1  Wirksamkeit  den  Vorzug  der  Geruchlosigkeit
und  Ungiftigkeit  besitzt,  entsteht  bei  der  Be
handlung  alkalischer  Pyrrollösung  mit  Jodkalmm
•ils  ein  hellgelbes,  fein  kristallinisches  Pulver,
das  sich  in  Alkohol,  aber  nicht  in  Wasser  lost
J.  ist  völlig  geruch-  und  geschmacklos  und  dient
als  Ersatz  des  Jodoforms  und  Jodkahums.  Es
muß  vor  Licht  geschützt  aufbewahrt  werden.
lodopyrin  (Jodantipyrin)  wird  durch  Behandlung ­
  von  Antipyrin  mit  Chlorjod  als  ein
farbloses  in  kaltem  Wasser  und  Alkohol  unlösliches, ­
  in  heißem  Wasser  lösliches  Kristallpulver
vom  Schmelzpunkt  160°  dargestellt  und  an  Stelle
des  Antipyrins  gegen  Fieber  und  Kopfschmerzen
Jodschwefel  (Schwefeljodid,  lat.  Sulfur  jodatum ­
  frz.  Jodure  de  sous  re,  engl.  Sulphur  Jodide), ­
  eine  durch  Zusammenschmelzen  von  Jod
und  Schwefel  zu  erhaltende  schwarze  Masse,
wird  bisweilen  medizinisch  gegen  Hautkrankheiten ­
  verwandt.
lodstärke  (lat.  Amylum  jodatum,  frz.  Amidon
iodö,  engl.  Starch  Jode),  ein  dunkelb-aues,  aus
Stärkemehl  und  Jod  bestehendes  Pulver,  muß
in  Apotheken  vorrätig  gehalten  werden.

Jodwasserstoff  (Jodwasserstoff  saure  WLs
serstoffjodid,  lat.  Acidum  hydrojodicum,  frz.
Acide  hydrojodique,  engl.  Hydrojodic  acid),  HJ,
die  der  Salzsäure  analoge  Verbindung,  bildet  _tn
wäßriger  Lesung  eine  farb.ose  Flüssigkeit,  die
an  der  Luft  bald  gelblich  wird  und  dann  nach
freiem  Jod  riecht.  ,
Jodylin,  ein  neuer  ungiftiger,  nicht  reizender
Todoformersatz,  wird  durch  Behand.ung  von  fodsalizylsaurem
  Natrium  mit  Wismutsalzen  massig
saurer  Lösung  dargestellt  und  ist  daher  als  ein
iodsalizylsaures  Wismut  anzusprechen.  Es  lost
sich  weder  in  Alkohol  noch  in  Wasser  und  besitzt ­
  den  Vorzug,  sich  unzersetzt  sterilisieren
ZU Jodzinkstärkelösung  wird  durch  Kochen  von
Stärke  mit  Zinkchlorid  und  Zusatz  von  Jodzinklösung ­
  dargestellt.  Die  weißlich  opalisierende
Lösung  dient  zum  Nachweis  von  salpetriger
Säure, 8  von  Chlor  und  Brom  und  als  Indikator
bei  der  Jodometrie.
Johannisbeeren  (lat.  Baccae  nbium,  frz.  Oroseilles
  engl.  Currants)  stammen  von  den  ver
schiedenen  Spielarten  des  Johannisbeerstrauches. ­
  Kibes  rubrum,  dessen  Anbau
über  ganz  Europa  und  Nordamerika  verbreitet
Tst  Die  frischen  J.  finden  als  Tafelobst  und  m
der  Konditorei  allgemeine  Verwendung  und  dienen ­
  ferner  zur  Bereitung  von  Marmemde  vo
Tohannisbeersirup  und  von  Johannisbeer
wein  Eine  besondere  Abart  ist  die  in  Europa
und  Asien  verbreitete  schwarze  Johannisbeere ­
  Ribes  nigrum,  deren  Früchte  eme  jam
schwarze  Farbe  und  ebenso  wm  dw  B.a_  ter  einen
eigentümlichen  wanzenartigen  Geruch  haben,  ln
geringer  Menge  den  roten  Beeren  zugesetzt,  er
feugen  sie  bei  der  Gärung  ein  kräftiges  Aroma
Fünden  Drogenhandel  kommt  hauptsächlich  der
Johannisbeersirup  (lat.  Sirupus  rib.um  rubrum ­
  et  nigrum,  frz.  Shop  de  groseüle,  g  •
Sirup  of  currants)  in  Betracht,  der,  namentlich
von  schwarzen  Beeren,  ein  be.iebtes  Mittel  bei
Katarrhen,  speziell  zur  Linderung  des  Keuch
hustens,  bildet.  ,  v
Johannisberger,  einer  der  edelsten,  ^rc
Kraft  und  Bukett  gleich  ausgezeichneten  weißen
Rheinweine  vom  Johannisberg  gegenüber  Bingen.
Man  unterscheidet  Schloß  Johannis  er  ge  ,
crehaut  auf  etwa  16  Hektaren  des  Schloßberges
und  den  Weinbergen  der  fürstlich  Mettermc
sehen  Domäne,  vor  allem  aber  die  Auslese  des
selben,  Johannisberger  Kabinett,  von  welchem ­
  die  Flasche  an  Ort  und  Stelle  m  Frieden
selten  unter  20  M.  abgegeben  wurde.  Die  Werne
von  den  umliegenden  Weinbergbesitzern  kommen
unter  dem  Namen  Dorf  Johanmsberger  m
den  Handel  und  sind,  je  nach  Behandlung,
verschieden  geschätzt,  aber  ebenfalls  recht  wert
^Johannisbrot  (Bockshorn,  Karoben  lat.
Siliaua  dulcis,  Fructus  ceratomae,  frz.  Caroubes,
engl  Johnsbread)  nennt  man  d;e  schotenartigen
Früchte  eines  in  allen  Mittelmeerlandern  angepflanzten,
  zu  den  Papilionazeen  gehörenden
Baumes  (Ceratoma  sihqua),  ^  aus  seinem
oft  krumm  wachsenden  Stamme  zah.re.che  Äste
und  rote  Zweige  treibt.  Die  gefiederten  Blatter
bestehen  aus  2-3  Paar  lederartiger,  dem  Luchsbaum ­
  ähnlicher  Blättchen.  Die  traubenartig  an-