Maisöl

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Makrele

und  Zucker.  Als  Grünpflanze  dient  Mais,  ebenso
wie  die  unreifen  Kolben,  zum  Viehfutter.  Der
zur  menschlichen  Ernährung  bestimmte  Mais  erfordert ­
  bei  der  Ernte  und  Lagerung  sorgfältige
Behandlung,  da  das  fettreiche  Maismehl  leicht
ranzig  wird  und  der  Genuß  von  feucht  geerntetem ­
  und  verschimmeltem  Mais  die  als  Pellagra
bekannte  Krankheit  hervorruft.
Maisöl  (lat.  Oleum  maydis,  frz.  Huile  de  mais,
engl.  Maize  oil),  das  in  den  Keimen  der  Maiskörner ­
  enthaltene  fette  Öl,  scheidet  sielt  beim
Ein  maischen  und  der  Gärung  des  Maises  behufs
Spiritusgewinnung  ab,  kann  aber  auch  durch
Auspressen  oder  Extraktion  der  zerkleinerten
Samen  gewonnen  werden.  Das  blaß-  bis  bräunlichgelbe ­
  öl  ist  etwas  dickflüssiger  als  Olivenöl
und  von  mildem  Geschmack  und  schwachem  Geruch. ­
  Sein  spez.  Gew.  schwankt  zwischen  0,921
und  0,924,  die  Verseifungszahl  zwischen  188,1
und  192,7,  die  Jodzahl  zwischen  111,2—125,0.
Das  zu  den  nicht  trocknenden  Ölen  gehörende
M.  wird  in  Nordamerika  in  großer  Menge  dargestellt ­
  und  als  Schmieröl  und  zur  Seifenbereitung ­
  benutzt.
Maispapier  wird  teils  aus  dem  Maisstroh
(Maisstengeln),  teils  aus  den  Maislieschen,
den  die  Kolben  umhüllenden  Blattscheiden,  bereitet. ­
  Besonders  die  letzteren  sind  hierzu  geeignet, ­
  doch  liefert  auch  das  Maisstroh  einen  sehr
brauchbaren  Rohstoff,  aus  welchem  man  Papier
in  allen  Graden  der  Feinheit  darstellen  kann.
DasselbePsoll  fester  sein  als  Hadernpapier,  selbst
an  die  schärfsten  Stahlfedern  kein  Fäserchen
abgeben  und  auch  nicht  die  Sprödigkeit  anderer
Strohpapiere  besitzen.
Maiwürmer  (Ölkäfer)  sind  Blasenkäfer  aus
der  Familie  der  Meloiden,  die  in  etwa  70  Arten
über  Europa,  Asien,  Afrika,  Amerika  weit  verbreitet ­
  sind,  und  von  denen  besonders  der
bunte  M.  (Meloe  variegatus  L.)  und  der
blaue  M.  (M.  proscarabaeus  L.)  Verwendung
finden.  Die  etwa  2  cm  langen  Käfer  besitzen
in  den  Gelenken  der  Beine  eine  ölige,  gelbe
Flüssigkeit,  die  sie  beim  Berühren  von  sich
geben  und  welche  wegen  ihres  Gehaltes  an  Kantharidin ­
  blasenziehend  wirkt.  Von  den  Kantha
riden  unterscheiden  sich  die  M.  namentlich
durch  das  Fehlen  oder  die  unvollständige  Ausbildung ­
  der  Flügel,  wodurch  sie  mehr  auf  den
Aufenthalt  in  der  Erde  angewiesen  sind.  In  Honig ­
  aufgesetzt,  werden  sie  als  Volksmedizin  gegen
Hundswut  angewandt.
Majolika  nennt  man  eine  besondere  Art
Steingut  (s.  d.),  die  über  dem  meist  eisenhaltigen,
daher  durch  den  Brand  gelblich  oder  rötlich
werdenden  Ton  die  Malerei  auf  einer  undurchsichtigen ­
  weißen  Zinnglasur  trägt.  Der  Name
stammt  von  der  Insel  Majorka,  wo  die  Pisaner
im  12.  Jahrhundert  die  in  die  Kirchenwände
eingesetzten  Schüsselchen  (baccioli)  sahen  und
nach  Italien  mitnahmen.  Lucca  della  Robbia
war  der  erste,  der  das  Metall  der  Glasur  erkannte. ­
  Die  anderen,  welche  dieselbe  Wirkung
zu  erzielen  suchten,  pflegten  auf  dem  eisenhaltigen ­
  Ton  eine  Auflage  von  Pfeifenton,  der  sich
weiß  brennt  (Engobe)  und  darüber  die  Malerei
anzubringen,  die  durch  eine  durchsichtige  Bleiglasur ­
  gedeckt  wurde.  Diese  Waren  nannte
man  Mezza-Majoliken.  In  neuerer  Zeit  wird

die  Bezeichnung  auch  für  man'he  Ersalzstückc
gebraucht,  so  daß  sie  jetzt  fast  jegliche  leichtgebrannte ­
  bunte  Tonware  umfaßt.  AIs  bekannteste ­
  Gattung  erscheinen  die  Znaimer  Majoliken, ­
  die  von  Alois  Klammerth  durch  die
ganze  Welt  verbreitet  wurden,  die  Heimberger
oder  Schweizer  Majoliken,  die  Professor
Keller-Leuzinger  zum  erstenmal  auf  der  Pariser
Weltausstellung  vorführte,  die  italienischen
Bauernmajoliken,  die  nebst  den  besseren
Erzeugnissen  von  Ginori  in  Doccia  und  Castellani
  in  Rom  sich  am  meisten  an  die  alten  Majoliken ­
  in  Technik  und  Aussehen  anlehnten.  Jetzt
hat  man  auch  viele  Fabriken  in  Deutschland
(badischer  und  württembergischer  Schwarzwald)
und  Österreich,  die  sich  mit  der  Herstellung  von
Majolikagegenständen  der  verschiedensten  Art,
wie  Zimmeröfen,  Kaminen,  Vasen,  Figuren  usw.
beschäftigen.  Die  Verpackung  geschieht  in  gereinigtem ­
  Heu  oder  Stroh  in  Kisten  oder  Holzkörben, ­
  bei  billigen  Waren  direkt  in  den  Wagen
oder  auf  das  Schiff.  Feinere  Waren  werden  auch
wohl  in  Papier  oder  Seidenpapier  gewickelt,  kostbarste ­
  Proben  selbst  in  Watte  und  stückweise  in
Pappschachteln  verpackt  (s.  auch  Fayence).
Majoran  (Meiran,  Wurstkraut,  lat.  Herba
majoranae,  frz.  Marjolaine,  engl.  Marjoram)
nennt  man  die  von  den  Stengeln  abgestreiften
Blätter  und  Blütenstände  von  Majorana  hortensis
  oder  Origanum  majorana,  einer  einjährigen, ­
  in  Griechenland  und  dem  Orient  heimischen ­
  Labiate.  Das  in  der  Blüte  gesammelte  und
getrocknete,  stark  aromatisch  riechende  und
schmeckende  Kraut,  das  in  günstigen  Jahren
bis  dreimal  geschnitten  werden  kann,  bildet  ein
beliebtes  Gewürz  für  Küche  und  Fleischerei
(Wurstkraut)  und  wird  außerdem  zu  Kräuterkissen, ­
  Bädern  und  Umschlägen,  zu  Kräuter
Schnupftabak  und  zur  Herstellung  von  Majoranbutter ­
  benutzt.  —  Durch  Destillation  des
frisch  getrockneten  Krautes  mit  Wasser  werden
0,7—3,5  0/0  eines  gelblichen,  dünnflüss  gen,  ätherischen ­
  Öls,  Majoranöl  (lat.  Oleum  majoranae, ­
  frz.  Essence  de  marjolaine,  engl.  Marjoram
oil),  erhalten,  dessen  spez.  Gew.  0,890—0,910  und
dessen  Drehung  +12  bis  -j-  19  beträgt.  Es
muß  gut  verschlossen  und  vor  dem  Tageslicht
geschützt  werden,  da  es  unter  dem  Einfluß  von
Luft  und  Licht  schnell  ve  harzt,  säuert  und  sich
bräunt.  M.  dient  namentlich  zur  Parfümierung
von  Seifen  und  als  Zusatz  zu  aromatischen  Likören. ­

Makassäröl,  eine  bei  gewöhnlicher  Temperatur ­
  weiche,  gelblichweiße  Masse,  die  jedoch
sehr  leicht  schmilzt  und  dann  ein  fast  klares  öl
gibt,  riecht  schwach  nach  Bittermandelöl  und
enthält  etwa  0,05  0/0  Blausäure.  Es  wird  in  Ostindien ­
  aus  den  Samen  einer  Sapindazee,
Schleichera  trijuga,  durch  Pressen  erhalten
und  als  haarwuchsbeförderndes  Mittel  empfohlen. ­
  Vielfach  wird  aber  unter  diesem  Namen
ein  durch  Alkannin  gefärbtes  und  verschieden
parfümiertes  Mandel-  oder  Olivenöl  abgegeben.
Makrele,  ein  schön  gestalteter  und  gefärbter
Seefisch,  Scomber  scomber,  von  50—60  cm
Länge  und  1—D/s  kg  Gewicht,  erscheint  oberhalb
  stahlblau,  ins  Goldgrüne  schimmernd,  mit
schwarzen  Querbändern  und  an  den  Seiten  silberweiß. ­
  Das  Fleisch  ist  frisch  sehr  wohlschmek-