Pyrosin

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Quebracho

eine  rotgelbe  Lösung,  die  auf  Wasserzusatz  rot
wird.
Pyrosin  ist  der  Name  einiger  Teerfarbstoffe, ­
  von  denen  Pyrosin  B  dem  Erythrosin,
Pyrosin  J  (Dijodfluoreszeinnatrium)  dem  Erythrosin ­
  G  nahesteht.  Beide  sind  braune,  in  Wasser
mit  roter  Farbe  lösliche  Pulver,  deren  Lösung
nicht  fluoresziert.
Pyrotechnische  Waren  (Feuerwerkskörper)
nennt  man  gewisse  leicht  entzündliche  oder  explodierbare ­
  Mischungen,  die  in  Papier-  oder  Papphülsen ­
  gefüllt  und  teils  für  die  Zwecke  der  Kriegführung ­
  (grobe  oder  Kriegsfeuerwerkerei), ­
  teils  zur  Belustigung  (Lustfeuerwerkerei)
abgebrannt  werden.  Die  wichtigsten  Rohstoffe
zu  fast  allen  Feuerwerkskörpem  sind:  Schwefel,
Salpeter  und  Kohle,  also  die  Bestandteile  des
Schießpulvers,  in  verschiedenen  Mengenverhältnissen, ­
  ferner  gekörntes  Schießpulver  selbst  und
Mehl;  für  gewisse  Zwecke  auch  Harz,  Kolophonium, ­
  Schellack,  Lykopodium,  Feilspäne  von
Eisen,  Stahl,  Zink  und  Kupfer,  Magnesium,  chlorsaures ­
  Kalium  und  chlorsaures  Barium.  Außerdem ­
  setzt  man  für  Buntfeuer  und  Leuchtkugeln
gewisse  Salze  hinzu,  welche  der  Flamme  besondere ­
  Färbungen  erteilen,  so  salpetersaures  Strontium, ­
  salpetersaures  Kupferoxydammoniak,  salpetersaures ­
  Barium,  Grünspan,  salpetersaures  Natron ­
  usw.  Die  bekanntesten  Feuerwerkskörper
sind:  Frösche,  Raketen,  Schwärmer,  Kraker,
Leuchtkugeln,  Girandolen,  Feuerregen,  Kanonenschläge, ­
  Feuerräder  und  bengalische  Flammen.
Bei  der  Aufbewahrung  und  dem  Abbrennen
dieser  Erzeugnisse  ist  die  größte  Vorsicht  zu  beQuäker-Oats ­

  (Haferflocken)  bestehen  aus
geschälten  und  zerquetschten  Haferkömem  und
enthalten  neben  14,4  0 /o  Eiweiß  gegen  7  °/o  Fett.
Quark  (Quarg,  Zwark,  Matz,  Bruch,  Matten) ­
  heißt  die  frisch  gefällte  geronnene  Käsemasse ­
  der  Milch  (s.  d.  und  Kasein),  die  in  manchen ­
  Gegenden  auf  Wochenmärkten  verkauft
wird,  um  mit  Salz,  Milch,  etwas  feingehackten
Zwiebeln  und  Kümmel  auf  Brot  oder  mit  Zucker
und  Gewürzen  auf  Kuchen  genossen  zu  werden.
Der  Wassergehalt  darf  75  °/o  nicht  übersteigen.
Quassia  (Quassienholz,  Bitterholz,  lat.
Lignum  quassiae,  frz.  Bois  de  quassle  amöre,
engl.  Quassia  wood),  ein  bekannter  Gegenstand
des  Drogenhandels,  kommt  in  zwei  verschiedenen
Sorten,  als  Surinam-  und  Jamaikaquassiaholz ­
  zu  uns.  Das  erstere  von  Quassia  amara,
einem  Baume  oder  Strauche  aus  der  Familie  der
Simarubazeen,  der  in  Surinam  wild  wächst
und  in  Westindien  und  Brasilien  angebaut  wird,
bildet  finger-  bis  armstarke  Knüppel,  die  oft  noch
teilweise  mit  der  locker  anhängenden,  sehr  dünnen, ­
  zerbrechlichen,  schmutziggrauen  und  schwarzfleckigen ­
  Rinde  bedeckt  sind.  Das  gelblich  gefärbte ­
  geruchlose  Holz,  das  dicht  und  fast  ohne
Poren,  doch  mit  sehr  feinen  Markstrahlen  durchsetzt ­
  ist,  besitzt  reinen  und  anhaltend  bitteren
Geschmack.  Das  Quassienholz  von  Jamaika
von  dem  viel  mächtiger  sich  entwickelnden,

obachten.  Für  den  Versand  auf  Eisenbahnen
besteht  die  Bestimmung,  daß  von  einem  vereidigten ­
  Chemiker  auf  dem  Frachtbrief  die  Ungefährlichkeit ­
  bestätigt  wird,  oder  daß  die  Fabrik  eine
diesbezügliche  Verpflichtung  eingegangen  ist,
worauf  sie  schriftlich  hinweist.  —  Die  Feuerwerkskörper ­
  müssen  jeder  für  sich  in  mit  festem
Papier  umhüllte  Kartons  oder  in  Pappe  oder
starkes  Packpapier  verpackt,  und  die  Zündstellen
jedes  einzelnen  Körpers  mit  Papier  oder  Kattun
überklebt  sein.  Die  zur  Verpackung  dienenden
Kisten  müssen  vollständig  ausgefüllt,  und  etwaige
Lücken  mit  Stroh,  Heu,  Werg,  Papierspänen  oder;
dergleichen  so  ausgestopft  sein,  daß  eine  Bewegung ­
  der  Pakete  auch  bei  Erschütterungen
ausgeschlossen  ist.  Äußerlich  sind  die  Kisten
mit  der  deutlichen  Aufschrift  „Feuerwerkskörper
aus  Mehlpulver“  und  dem  Namen  des  Absenders
zu  versehen.  —  Die  Feuerwerkskörper  kamen
zuerst  in  China  und  Ostindien  auf  und  bildeten
von  dort  lange  Zeit  eine  Ausfuhrware,  später
entstanden  berühmte  Fabriken  in  Rom  und  Paris,
die  aber  jetzt  von  deutschen  Erzeugern  längst
erreicht  sind.
Pyrotin,  ein  im  Jahre  1884  aufgekommener
Azofarbstoff,  besteht  aus  dem  Natronsalze
der  Betanaphtylaminsulfosäureazoalphanaphtholmonosulfosäure.
  Das  braunrote,  in  Wasser  mit
gelbroter  Farbe  lösliche  Pulver  färbt  Wolle  im
sauren  Bade  rot.
Pyrozon  nennt  man  eine  Auflösung  von  50  0/0
Wasserstoffsuperoxyd  in  Äther,  die  zur  Entfernung ­
  von  Leberflecken  benutzt  wird.

'  •
schlanken  Waldbaume  Picrasma  excelsa
(Quassia  excelsa)  erscheint  in  Form  9—14  dm
langer,  bis  3  dm  dicker  Scheite,  die  mit  einer
fest  anhängenden,  dicken,  braunschwarzen  Rinde
bedeckt  sind.  Das  gelbliche  Holz  ist  sehr  leicht
und  weich,  großporig,  aus  helleren  und  dunkleren
Schichten  zusammengesetzt  und  von  breiten
Markstrahlen  durchzogen.  Der  Geschmack  gleicht
demjenigen  der  Surinam-Q.  und  beruht  auf  der
Anwesenheit  kristallinischer  Bitterstoffe  (Quassiine).
  Das  Surinamholz  wird  klein  geschnitten
als  bitterer  Tee  gegen  Magenverstimmungen,
sowie  in  Form  von  Klistieren  gegen  Spulwürmer
angewandt.  Auch  stellt  man  daraus  für  medizinische ­
  Zwecke  ein  wäßriges  und  ein  Fluidextrakt
her.  Die  billigere  Jamaikasorte  dient  in  Form
der  Abkochung  als  Fliegengift  (Fliegenpapier).
Aus  dem  Holz  fertigt  man  die  bekannten  Bitterbecher ­
  und  Kugeln  zur  Herstellung  bitterer  Flüssigkeiten. ­
  Bisweilen  beobachtete  Verfälschungen
des  Quassiaholzes  mit  dem  Holze  einer  westindischen ­
  Sumachart,  Rhus  metopium,  lassen
sich  durch  Prüfung  mit  Eisenoxydsalzen  leicht
nachweisen,  da  Q.  gerbstofffrei  ist.
Quebracho.  Unter  diesem  Namen  kommt  sowohl ­
  eine  Rinde  als  auch  ein  Holz  in  den  europäischen ­
  Handel.  Die  Quebrachorinde  (weiße
Q„  lat.  Gort,  quebracho  bianco,  frz.  Ecorce  de
quebracho,  engl.  Quebracho  bark)  stammt  von

Merck*  Warenlexikon.