Zündwaren

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Zyperweine

Oxydationsmittel,  wie  Braunstein,  Salpeter,  Mennige ­
  oder  Bleisuperoxyd.  Die  hohe  Giftigkeit  der
Phosphorzündhölzer  und  die  mit  ihrer  Herstellung ­
  verbundenen  gesundheitlichen  Gefahren
haben  schon  frühzeitig  Versuche  zum  Ersatz  des
Phosphors  veranlaßt,  die  zur  Erfindung  der  sog
Sicherheitszündhölzer  führten.  Obgleich  eine
deutsche  Erfindung,  gelangten  diese  doch  erst
zu  Ansehen,  als  sie  auf  dem  Umwege  über
Schweden,  als  sog.  schwedische  Z.  zu  uns
kamen.  Die  Sicherheitszündhölzer  enthalten  keinen
giftigen  (weißen)  Phosphor.  Ihr  Zündkopf  besteht
  vielmehr  aus  einem  Gemenge  von  vorwiejgend
  chlorsaurem  Kalium  und  etwas  Schwefel,
Schwefelantimon,  chromsaurem  Kalium  oder  Mennige ­
  mit  Bindemitteln  (Dextrin  usw.).  Sie  entzünden ­
  sich  nur  an  besonderen  Reibflächen,  die
einen  Überzug  von  Schwefelantimon,  rotem  (ungiftigem) ­
  Phosphor  und  Gummi  erhalten  haben
Zur  Verhinderung  des  lästigen  Nachglimmens
werden  die  Holzdrähte  meist  mit  phosphorsaurem
Ammonium  imprägniert.  Da  die  außerordentlich
bequeme  Handhabung  der  Phosphorhölzer  ihre
Verdrängung  verhinderte,  ist  im  Hinblick  auf
die  zahllosen  Opfer  der  Phosphornekrose  durch
Keichsgesetz  bestimmt  worden,  daß  weißen  Phosphor ­
  enthaltende  Z.  vom  i.  I.  1907  in  Deutschland
weder  hergestellt,  noch  in  Verkehr  gebracht
werden  dürfen.  Vom  1.  I.  1908  an  ist  auch  die
JMnfuhr  aus  dem  Ausland  verboten.  Als  Ersatz
sind  bereits  jetzt  verschiedene  brauchbare  Z.  im
lande!,  die  sich  an  jeder  Reibfläche  entzünden
lassen  und  hauptsächlich  eine  ungiftige  Form
des  Phosphors,  den  sog.  hellroten  Phosphor,  oder
auch  Phosphortrisulfid  oder  Sulfophosphit  enthalten. ­
  Hingegen  haben  sich  die  nach  dem  vom
Reiche  angekauften  Schwienigschen  Verfahren
hergestellten  sog.  Reichs-Z.  mit  bleisaurem  Kalzium ­
  als  unbrauchbar  erwiesen.  —  Bengalische  Z„
hergestellt  durch  Zusatz  von  Buntfeuermischung,
m -&amp; rU 5’  rot  usw -&gt;  gelten  als  Feuerwerkskörper.
Z 1 Ür L dwz ! r ® n -  Hierzu  gehören  dem  Zolltarif
nach  Zundpillen,  Zündspiegel,  Zündplättchen  für
Kinderpistolen,  sog.  Amorces,  usw.  Alle  diese
Waren  werden  aus  einer  Mischung  von  amorphein
  Phosphor  mit  Kaliumchlorat  hergestellt
Die  Entzündung  geschieht  durch  Schlag,  wobei
Stoffe) na  ende  Explosion  erf olgt  (s.  auch  Spreng-Zwiebel
  (Bolle,  Gartenlauch,  HauszwieoeJ,
  Knofler,  Zigeller,  gemeine  Z„  lat.  Bulbus ­
  cepae  frz.  Oignon,  engl.  Onion),  eine  Unterart
  der  sehr  artenreichen  Pflanzenfamilie  Lauch,
A  Ilium  Cepa  L.,  bildet  ein  bekanntes  Küchengewurz,
  das  von  Gärtnern  und  Landwirten  im
Feldgemüsebau  erzeugt  und  in  den  Handel  gebracht ­
  wird.  In  Deutschland  baut  man  die  Z.
hauptsächlich  in  der  Gegend  von  Heldrungen,
Artern,  Zörbig,  Lübbenau,  Ulm,  Arnstadt,  Naumburg, ­
  Hannover,  Darmstadt  und  in  der  Pfalz  im
großen  und  verkauft  sie  auf  besonderen  Zwiebelmarkten. ­
  Am  beliebtesten  sind  glattrunde,  hellrote ­
  und  gelbe  Sorten,  in  verschiedenen  Größen
bis  zu  1,5  kg  schwer.  Die  Vermehrung  erfolgt
durch  Stecklinge  und  durch  Samen,  die  auch  für
sich  eine  bedeutende  Handelsware  bilden.  Von
den  mehr  als  263  Arten,  die  in  der  alten  Welt,
im  gemäßigten  und  warmen  Klima,  am  meisten
in  Sudeuropa,  dem  Orient  und  in  Zentralasien  bis

Tibet  gedeihen,  werden  folgende  als  Küchen
gewurz  benutzt.  1.  Knoblauch,  wild  und  an
üi’.  sat , lvum  L -  ( lat -  Bulbus  allii,  frz.
Tete  datil,  engl.  Garlic),  walnußgroße  Zwiebeln
von  scharfem,  dem  der  Asa  foetida  ähnlichem
Oeruch.  Man  verwendet  K.  außer  als  Küchengewurz
  medizinisch  als  Wurmmittel.  Die  Hauptbestandteile
  sind  ätherisches  öl  und  Schwefelally]
  Das  ätherische  öl  wird  auch  in  der  Wurst
fabnkation  verwandt.  2.  Porree,  Aschlauch
Sommer-  und  Winterpflanze,  A.  Ampeloprasum
  L„  A.  Porrum  L.,  in  vielen  Spielarten  in
Europa,  Nordfrankreich  und  im  Orient  allgemein
angebaut.  3.  Schnittlauch,  A.  Schoenopra
sum  L.  eine  ausdauernde,  in  Europa,  Mittelasien ­
  und  Nordamerika  wild  wachsende,  in  Gärten ­
  vielfach  gezogene  Pflanze,  dient  als  Zwiebel-
  und  Blattgewurz.  4.  Schalotte  (Echelotte,
  Scharlotte),  A.  ascalonicum  L.,  P.
ascalonicum  Rchb.,  wird  im  Orient,  der  kleinen, ­
  sehr  milden  und  feinen  Zwiebelchen  wegen
angebaut.  —  Die  Z.  enthält  eigentümliche  schwe
felhaltige  ätherische  öle,  die  ihren  scharfen  Geruch ­
  und  Geschmack  bedingen.  Verkauft  werden
sie  zu  Schnüren  und  Kränzen  zusammengebunden
sowie  auch  nach  Schock  und  Hundert  oder  nach
Hektolitern  und  Litern  zu  wechselnden  Preisen.
Zwiebelöf,  das  ätherische  öl  der  gewöhnlichen ­
  Zwiebel,  Allium  Cepa,  besitzt  den  scharten
  Geruch  der  Zwiebeln  und  eine  rotbraune
Farbe.  Das  spez.  Gew.  beträgt  1,036.  Aus  5000  kg
Zwiebeln  erhält  man  233  g  dieses  nur  selten  dar
gestellten  Öles.
Zyan  in,  ein  neuer  blauer  Teerfarbstoff  für  die
rarberei;  vgl.  Chinolinfarbstoffe
R^h* anVerb Q n&lt; ! Ungen  ( , Cyanide '  Zyanide),  eine
Reihe  von  Salzen,  welche  die  aus  Kohlenstoff
und  Stickstoff  gebildete  Zyangruppe  (CN)  enthalten
  und  in  ihrem  chemischen  Verhalten  den
•  j  ’  Bron }'  und  Jodverbindungen  ganz  analog
sind,  entstehen  beim  Glühen  stickstoffhaltiger
organischer  Stoffe  mit  Kaliummetall,  bei  der
Spaltung  des  Amygdalins  (s.  d.)  mit  Wasser  und
aut  zahlreiche  andere  Weisen.  Näheres  vgl
unter  Kalmmzyanamid,  Berlinerblau,  Blausäure
Kalziumzyanid,  Quecksilberzyanid
Zykasstämme,  Zykaswedef.  Die  zu  den
Gymnospermen  gehörende  Pflanzenfamilie  der
Zykadeen  ist  durch  ihre  Zweige  für  den  inländischen ­
  Handel  von  Bedeutung  geworden.  Die
Zykadeen  sind  tropischer  Herkunft  und  ähneln
in  ihrem  Wuchs  den  Palmen,  die  Zweige  mit
ihren  Blattern  ähneln  je  nach  der  Art  bald  den
Nadelhölzern,  bald  den  Farnen.  Wegen  ihrer
Verwendung  als  Blumenschmuck  und  als  Ziergewachse
  werden  die  Z.  neuerdings  vielfach  in
den  Handelsgärtnereien  gezogen.
Zymin,  eine  Art  Dauerhefe,  wird  durch  Entwässerung ­
  von  Hefe  durch  Behandlung  mit  Azeton
  und  Äther  hergestellt  und  wie  eine  Reihe
ähnlicher  Mittel  (Furunkulin)  gegen  Furunkeln,
Verstopfung  und  Vaginalkatarrhe  verordnet.
Zyperweine,  die  Weine  von  der  Insel  Zypern
sind  goldgelb,  mäßig  süß,  feurig,  von  etwas
herbem  Geschmack  und  kräftigem  Aroma.  Daneben ­
  gibt  es  aber  auch  süße  Muskatlikörweine.
Die  beste  Sorte  ist  der  Cypro  commendaria
und  der  Cypro  Paphos.  Sie  dürfen  nicht  zu
kalt  lagern.