ausländischen Einkäufern aus, die in ihrer Valuta beliebige Preise zahlten und danrit zu ihrer Anterbewertung beitrugen. Derselbe Grund in: allgemeinen höherer inländischer Preise mag auch mitgespielt haben bei der bekannten Tatsache, daß nach der Eroberung Polens der Rubel lange Zeit hindurch in Deutsch land erheblich höher notierte als im gesamten Auslande, ja daß er zeitweise die deutsche Parität überschritt, während er im Aus- lande schon 30 bis 40°/o niederer bewertet wurde. Das hatte zur Folge, daß man in Polen den ursprünglich festgesetzten Llmrech- nungskurs von 1,60 Mark auf 2 Mark für den Rubel erhöhen inußte. Es kommt dabei in Betracht, daß von unseren Einkäufern dort viel zu bereitwillig hohe Preise für viele Dinge bezahlt wurden, die inan dann hoffte, zu Wucherpreisen in Deutschland absetzen zu können, wie das z. B. für Biskuits, Schokolade und viele andere Dinge der Fall war, die im Gegensatz zu Deutschland dort nicht rationiert waren. Auch ßnd von unseren Soldaten, insbesondere von den Offizieren mit ihrer: hohen Gehältern, viel zu bereitwillig hohe Preise bezahlt worden, möglicherweise auch von der Militär verwaltung selbst, die in viel größeren: Auffange Requisitions- scheine hätte ausstellen können. Durch alles das ist die Mark ent wertet worden. Es hat auch hier an der nötigen Energie oder Ein sicht, vielleicht auch an der dafür maßgebenden entscheidenden Instanz gefehlt, um diesen Abelständen abzuhelfen. Bon außerordentlichem Interesse für alle mit dem Geldwesen zusammenhängenden Fragen ist die Beobachtung der Valuta verhältnisse Schwedens und der Vereinigten Staaten von Amerika im Weltkriege. Für den ganz ungewöhnlichen Stand der schwedischen Valuta in allen Ländern haben wir oben im zweiten Kapitel schon Beispiele gebracht. Sie steht Mitte November 1917 20 % höher als die dänische und norwegische und ungefähr 33 °/o über der Schweizer Parität. Muß man diese Verhältnisse zürn Teil auch auf Spekulationen zurückführen, was sich auch schon aus den starken Schwankungen, oft von einem Tage auf den anderen, ergibt, so sind doch auch die besonderen Maßregeln der schwedi schen Geldpolitik dabei mitwirkend. Ich glaube nicht, daß der un gewöhnlich hohe Stand der schwedischen Valuta gerade der Aus druck einer besonders günstigen .Handelsbilanz Schwedens ist, 117