Kreditkontrolle.

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tion  rentabler,  bei  steigendem  weniger  rentabel  wird,  so  kommt
ein  bescheidenes  Maß  an  regulierender  Kraft  auch  den  Variationen ­
  der  produzierten  Goldmenge  zu  —  doch  wenigstens  ein
Schutz  gegen  viel  bösere  Willkür  ist,  uns  heute  wiederum  in
günstigerem  Lichte  erscheint,  so  werden  wir  im  folgenden  uns
lediglich  auf  die  Frage  beschränken,  ob,  wie  vielfach  behauptet
wird,  die  durch  den  Krieg  selbst  geschaffenen  Zustände  neue
Argumente  gegen  die  Goldwährung  und  eine  darin  verankerte
Bankpolitik  gezeugt  haben.
In  mancher  Beziehung  abhängig  von  diesem  Einwand  gegen
das,  was  bisher  als  normale  Notenbankpolitik  betrachtet  wurde,
ist  ein  anderer,  der  aber  wesentlich  tiefer  geht.  Es  sei  überhaupt
verfehlt,  das  ausschließliche  Augenmerk  der  Leitung  einer
Notenbank  auf  die  Einlöslichkeit  der  Banknoten,  bzw.  auf  ihre
Parität  mit  dem  Golde,  auf  das  sie  lauten,  d.  h.  also,  auf  die
Stabilität  der  Wechselkurse  zu  richten.  Viel  wichtiger  als  diese
sei  die  Stabilität  des  Preisniveaus.  Und  von  diesem  Standpunkt
aus  eröffnet  sich  ein  zweifellos  sehr  großer  Ausblick  auf  die  Ausgestaltung ­
  der  Bankpolitik  zu  einer  allgemeinen  Therapie  der
Wirtschaft  und  insbesondere  auf  die  Möglichkeit  der  Milderung
oder  Verhinderung  des  scharfen  Wechsels  von  Konjunktur  und
Depression.  Diese  Idee  vor  allem  ist  an  den  Namen  von  Mr.  Keynes
geknüpft  und  mit  ihr  wollen  wir  uns  sodann  auseinandersetzen.
Aber  jetzt  schon  muß  gesagt  werden,  daß  das  Bild  der
heutigen  Bankpolitik,  das  Mr.  Keynes  so  streng  kritisiert,  nicht
ohne  weiteres  als  getreue  Wiedergabe  seines  Originals  betrachtet
werden  kann.  Wenn  er  uns  sagt,  daß  die  Menge  der  zirkulierenden ­
  Geldeinheiten  kein  untrüglicher  und  insbesondere  kein  zeitgerecht ­
  auftretender  Index  der  kreditwirtschaftlichen  Situation
und  das  Konstanthalten  dieser  Menge  kein  absolutes  Ideal  sei,
so  hat  er  an  sich  natürlich  recht.  Aber  wenn  er  unter  Geldmenge ­
  das  versteht,  was  seiner  eigenen  Definition  dieses  Begriffes ­
  entspricht,  so  gehören  dazu  ja  auch  die  »anderen«  Depositen ­
  bei  der  Bank  von  England  und  dann  kann  man  weder
sagen,  daß  das  Konstanthalten  der  Geldmenge  jemals  von  der
Theorie  als  Ideal  bezeichnet,  noch  daß  es  von  der  Praxis  angestrebt ­
  wurde.  Versteht  er  unter  Geld  die  Summe  der  zirkulierenden ­
  gesetzlichen  Zahlungsmittel,  also  Münzen,  Staatsnoten,
Banknoten,  so  ist  zu  entgegnen,  daß  ja  auch  die  Menge  der  zirkulierenden ­
  Banknoten  nicht  starr  ist.  Wenn  die  Menge  der