Kreditkontrolle.

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Italien.  Dort  müßte  man  den  vollzogenen  Währungsverfall  sozusagen ­
  erst  offiziell  zur  Kenntnis  nehmen,  aufhören  durch
Stützungsaniehen,  Interventionen,  Verkehrsbeschränkungen  die
Auswirkung  der  wahren  Daten  der  Lage  zu  lähmen,  das  dadurch
entstandene  künstliche  und  labile  Gebilde  beseitigen,  Budget
und  Kreditgebäude  in  Ordnung  bringen  und  dann  entweder  nach
einer  durchgeführten  Deflationsoperation  oder  ohne  solche  sich
einen  Kurs  herausbilden  lassen,  den  man  stabilisieren  kann.
Erst  dann  wäre  Uebergang  zum  Gold  möglich.  Die  angedeuteten
Sanierungsmaßregeln  müßten  auch  bei  größter  Vorsicht  mehr
oder  weniger  schwere  Erschütterungen  zur  Folge  haben,  die
aber,  wie  gesagt,  nichts  zu  tun  hätten  mit  der  Rückkehr  zum
Gold  als  solcher.
Ist  ferner  Stabilisierung  nicht,  wie  wir  hier  immer  voraussetzen, ­
  der  letzte  Schritt  und  das  prinzipiell  automatische  Ergebnis ­
  jener  Schäden  der  Volkswirtschaft,  deren  äußerer  Ausdruck ­
  der  Währungsverfall  ist,  sondern  wie  in  Oesterreich  der
erste  Schritt  der  Sanierungsaktion,  so  sind  dazu  nicht  nur  besondere ­
  Maßregeln  nötig,  vor  allem  die  Aufnahme  ausländischer
Anleihen,  die  dann  keine  bloße  Vorsichtsmaßregel  beim  Uebergang ­
  zum  Golde,  sondern  schon  für  die  Stabilisierung  wesentlich ­
  ist,  sondern  es  wird  dann  der  Stabilisierungskurs  innerhalb
ziemlich  weiter  Grenzen  willkürlich  sein  und  es  werden  eine
Reihe  von  Störungen  und  Schwierigkeiten  auftreten,  die  gerade
dieser  Sanierungsmethode  inhärent  sind.  Der  Uebergang  zur
effektiven  Goldwährung  kann  in  diesem  Fall  der  Stabilisierung
nicht  ohne  Gefahr  sofort  folgen,  vielmehr  muß  dann  erst  noch
experimentell  festgestellt  werden,  ob  sich  die  gewählte  Relation
wirklich  halten  läßt.
Wenn,  wie  z.  B.  in  Japan,  der  intervalutarische  Wert  der
Währungseinheit  dauernd  und  erheblich  über  der  Kaufkraftparität ­
  gehalten  wird  und  man  aus  Gründen  des  Prestiges  oder
der  internationalen  Kreditfähigkeit  den  erstem  nicht  auf  die
Höhe  der  letztem  fallen  lassen  will,  so  haben  wir  eine  essentiell
unhaltbare  Situation  vor  uns,  die  sich  stetig  zu  verschlimmern
tendiert.  Denn  der  hohe  intervalutarische  Wert  bedeutet  eine
Hemmung  des  Exports  sowie  der  Entwicklung  aller  andern
Aktivposten  der  Zahlungsbilanz  und  eine  Importprämie.  Das
so  geschaffene  Passivum  übt  einen  Druck  auf  den  Wechselkurs
aus,  der  diesen  auf  die  Kaufkraftparität  zu  senken  strebt,  und