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Joseph  Schumpeter,

erwarten,  eine  Krise,  die  durch  Hinausziehen  in  ihren  Symptomen ­
  gemildert,  in  ihrer  Schwere  aber  nur  verstärkt  werden
könnte  —  aber  allerdings  eine,  wenngleich  nicht  die  wesentliche ­
  Ursache  der  Arbeitslosigkeit  eliminieren  und  daher  deren
Ziffer  nicht  so  erhöhen  würde,  als  es  sonst  der  Fall  wäre.
Aber  auch  das  kann  nicht  gemeint  sein,  sonst  hätte  man
zweckmäßiger  gehandelt  und  auch  die  ganze  Aktion  verbilligt,
wenn  man  vorher,  d.  h.  vor  offizieller  Rückkehr  zum  Gold,
Deflationspolitik  inauguriert  hätte.  Die  Kautelen  und  Einschränkungen ­
  des  Prinzips,  welche  der  Gold  standard  act  enthält, ­
  deuten  gleichfalls  darauf  hin,  daß  man  nicht  an  Deflation
oder  doch  nicht  daran  denkt,  den  ganzen  Weg  zwischen  Kaufkraft ­
  und  Goldkurs  mit  Hilfe  einer  Deflation  zurückzulegen.
Denn  sonst  wären  sie  überflüssig.  Bleibt  also  nur  übrig  anzunehmen, ­
  daß  diese  Politik  auf  ein  gerade  ausreichendes  und  nicht
viel  mehr  als  ausreichendes  —  denn  sonst  hätte  man  eine  Inflationsperiode ­
  vor  sich  —  Sinken  der  internationalen  Kaufkraft ­
  des  Goldes  rechnet:  Dann  und  nur  dann  wäre  einerseits
die  erreichte  Friedensgoldparität  gesichert  und  andererseits  sowohl ­
  die  geschilderte  Unhaltbarkeit  der  Situation  beseitigt,  als
auch  eine  Deflation  überflüssig  —  dann  wäre  das  Emporstürmen
des  Pfundes  unter  Vernachlässigung  der  prinzipiell  wesentlichen
Vorbedingung  nachträglich  gerechtfertigt,  die  Quadratur  des
Zirkels  scheinbar  gelungen.  Scheinbar  deshalb,  weil  das  ja
doch  eine  Devalvation  des  Pfundes  wäre,  eine  Kaufkraftdevalvation ­
  gegenüber  dem  Friedenszustande,  nur  eben  eine  Devalvation, ­
  die  nicht  als  solche  erscheint,  weil  nicht  das  Pfund  gegenüber ­
  dem  Goldstandard,  sondern  bloß  dieser  selbst  dauernd  entwertet ­
  wäre.  Offenbar  —  sonst  wäre  diese  Politik  ja  va-banque-Spiel,
  so  berechtigt,  wie  wir  sehen  werden,  die  Annahme  ist,  auf
der  sie  beruht  —  besteht  über  diesen  Punkt  ein  unoffizielles  Einverständnis ­
  zwischen  der  Bank  und  Regierung  von  England
einerseits  und  der  Instanz  andererseits,  von  der  der  Gang  der  Dinge
abhängt,  dem  Federal  Reserve  Board:  Und  dieses  Einverständnis ­
  über  die  Richtlinien  der  amerikanischen  Gold-  und  Kreditpolitik ­
  und  nicht  der  Stützungskredit  ist  wohl  der  Kern  der  englisch-amerikanischen ­
  Verhandlungen  und  der  englischen  Währungssanierung ­
  gewesen.
Wenn  diese  Annahme  stimmt  und  ein  solches  Einverständnis ­
  tatsächlich  besteht,  dann  liegt  sicherlich  eine  sehr  geschickte