Kreditkontrolle.

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an  denen  wir  jetzt  kranken  und  es  ist  ganz  müßig,  sie  dem  Geldwesen ­
  zuzuschreiben  oder  vom  Geldwesen  zu  verlangen,  daß
Ereignisse,  wie  die  temporäre  Vernichtung  des  russischen  Marktes,
die  Paniknachfrage  nach  Kriegsmaterial,  der  kolossale  Konsumtionsexzeß, ­
  sich  in  ihm  nicht  spiegeln  sollen.
Am  i.  Januar  1914  hatten  die  Vereinigten  Staaten  einen
Vorrat  an  monetärem  Gold  von  Dollars  1  924  361000,  am
i.  Januar  1925  einen  solchen  von  Dollars  4  547  407  000,  wovon
ca.  1,2  Milliarden  außerhalb  des  Schatzamtes  und  der  Banken
waren.  Der  amerikanische  Vorrat  an  monetärem  Gold  ist  also
um  rund  2,6  Milliarden  gestiegen,  wovon  die  Nettoimporte  rund
Dollars  2  240  000  000  betrugen.  Die  Goldreserven  der  europäischen ­
  Zentralbanken  (abgesehen  von  Rußland  und  dem  Balkan)
sind  in  derselben  Zeit  um  rund  900  000  000  Dollars  gestiegen,
so  daß  also  in  den  Vereinigten  Staaten  und  Europa  exklusive  Rußland ­
  und  dem  Balkan  ungefähr  um  3%  Milliarden  Dollars  mehr
vorhanden  sind  als  vor  dem  Kriege,  wogegen  sich  die  Zirkulation
in  der  ganzen  Welt  um  ca.  2,9  Milliarden  Dollars  verringert  hat.
Die  gesamte  Goldproduktion  der  Welt  betrug  in  derselben  Zeit
rund  vier  Milliarden  Dollars  (davon  rund  750  Millionen  Eigenproduktion ­
  der  Vereinigten  Staaten),  was,  wenn  wir  auf  dieses
neue  Gold  den  Verteilungsschlüssel  der  Vorkriegszeit  anwenden
und  also  annehmen  dürfen,  daß  zwei  Drittel  davon  monetär  und
ein  Drittel  industriell  verwendet  wurden,  heißen  würde,  daß  der
Zuwachs  an  monetärem  Gold  in  den  Vereinigten  Staaten  ungefähr ­
  gleich  dem  Zuwachs  des  Weltvorrats  an  monetärem  Gold
war.  Aber  die  Sache  stimmt  nicht  ganz.  Die  Statistik  vermag
nur  über  rund  9%  Milliarden  an  monetärem  Gold  in  der  ganzen
Welt  (die  Hälfte  davon  ist  in  den  Staaten)  Rechenschaft  zu
geben.  Das  ist  kaum  eine  Milliarde  mehr  als  1912.  Und  von  dem
aus  der  Zirkulation  verschwundenen  Gold  finden  wir  nur  einen
Teil  in  den  Zentralbanken  Europas  wieder.  Offenbar  sind  rund
i  %—2  Milliarden  gehortet  worden  oder  in  Länder  unverläßlicher
oder  fehlender  Statistik  abgeflossen.
So  ungefähr  ist  die  Situation.  Schon  die  angeführten  Ziffern
reduzieren  die  Konturen  des  Gespenstes  einer  Goldinflation
ohne  Beispiel,  das  uns  die  Reformer  zeigen,  recht  erheblich.  Es
ist  sogar  klar,  daß  schon  eine  teilweise  Rückkehr  zu  effektiver
Goldzirkulation  in  Europa  die  übernormalen  Geldvorräte  absorbieren ­
  würde,  eine  vollständige  Rückkehr  aber  nur  um  den