Joseph  Schumpeter,

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Preis  einer  Deflationskrise  möglich  wäre  —  soll  das  heutige
Preisniveau  erhalten  bleiben,  so  würde  es  erst  der  Goldproduktion ­
  so  manchen  Jahres  bedürfen,  um  effektive  Goldzirkulation
zu  ermöglichen:  Von  diesem  Standpunkt  haben  jene  Leute  recht,
die  von  der  Rückkehr  zum  Gold  eine  Senkung  des  Preisniveaus
erwarten  —  wenngleich  man  sich  in  dieser  Beziehung  ruhig  auf
die  weitgehende  Entwöhnung  vom  Goldgeld  verlassen  kann  —
und  von  diesem  Standpunkt  hat  die  englische  Politik  recht  gehabt, ­
  wenn  sie  zunächst  die  Aufnahme  effektiver  Goldzirkulation
vertagt  hat.
Ein  inflationistisches  Gefahrzentrum  ist  lediglich  die  amerikanische ­
  Reserve,  die  ungefähr  dreimal  so  hoch  ist  wie  am  i.  Januar ­
  19x4,  und  daher,  wenn  wir,  um  eine  ungefähre  Vorstellung
zu  gewinnen,  das  den  alten  Vorkriegsgrundsätzen  entsprechende
Verhältnis  zwischen  »  Goldbasis«  und  »Kreditgebäude«  ins  Auge
fassen,  ausreichen  würde,  um  das  Preisniveau  auf  reichlich  das
Doppelte  seines  gegenwärtigen  Standes  zu  heben.  So  wird  denn
auch  das  Gespenst  gezeichnet:  Es  könnten  Schatzamt  und  Federal
Reserve  Board,  sei  es  unter  dem  Druck  eines  «cheap  money
campaign «,  sei  es  einfach,  weil  sie  der  Opfer  des  Goldhortens
müde  wären,  sich  der  alten  Grundsätze  erinnern  und  in  der
Kreditgewährung  bis  an  die  Grenze  der  alten  Deckungspraxis
gehen,  sodaß  das  jetzt  »überschüssige«  Gold  von  einer  entsprechenden ­
  Hausse  aller  Preise  absorbiert  würde.  Die  Gefahr
einer  Goldinflation  kann  also  nur  —  da  wir  das  heutige
Preisniveau  in  Rechnung  stellen  müssen  und  deshalb  nicht  mehr
als  die  Hälfte  der  amerikanischen  Reserve  als  »überschüssig«
bezeichnet  werden  kann  —  von  diesen  rund  anderthalb  Milliarden ­
  Dollars  her  drohen.
Zweifellos  würde  eine  internationale  Aktion,  deren  Kern
eine  Währungsanleihe  in  ungefähr  diesem  Betrage  wäre,  das
Problem  am  besten  lösen  und  der  gewiß  auf  die  Dauer  unhaltbaren ­
  amerikanischen  Goldsituation  mit  dem  Minimum  an  Erschütterungen ­
  und  Kraftvergeudungen  ein  Ende  machen.  Sie
—  und  eigentlich  nur  sie  —  könnte  reibungslos  die  Schwierigkeiten ­
  des  Hebergangs  vermeiden  und  verhindern,  daß  der  Fortschritt ­
  der  Sanierung  der  Währungen  sich  im  Geflecht  der  internationalen ­
  Verschuldungen  verfängt.  Sie  könnte  Resultate  antizipieren, ­
  die  sonst  nur  durch  manche  Fehlgriffe  und  Störungen
hindurch  zu  erreichen  sein  werden.  Und  sie  könnte  in  der  Ge-