50 iSSi* « iimii ii.ni Frankreich und Deutschland hier nicht darlegen. Mit allen Methoden wurde gearbeitet, und das Mär chen von Spekulation und Tatsachenverachtung hat hier so wenig Sinn wie auf dem soziologischen Feld. Wohl waren alle großen Leistungen analytisch, theo retisch: Denn es war eine Zeit der Schöpferkraft und der Forschungslust, der Tatsachensammlung nie Selbstzweck sein konnte, eine Zeit, die erkennen wollte und begriff, daß wissenschaftliche Erkenntnis und Theorie dasselbe sind — die untertauchte im eigentlich wissenschaftlichen Interesse an der gene rellen Wahrheit. Aber deshalb wurde die Tatsachen sammlung mit nichten vernachlässigt. Leider nur — alles andere, was verfehlt wurde, wäre leicht zu ent schuldigen und zu verbessern gewesen — drängte sich auch hier die soziale Teleologie ein und der Glaube an ein allgemein gütiges wirtschaftspolitisches System: Man schmiedete Programme und man pre digte eine Wirtschaftsverfassung, die für alle Orte und alle Zeiten gelten, allein der menschlichen Natur entsprechen sollte — und gerade das drang in die Menge, daran heftete sich die Kritik. Nun, darüber gilt dasselbe wie über den gleichen Punkt der Eechts- lehre. Davon wollen wir nicht weiter reden. Es wurde schon betont, es ist nicht wahr, daß damals die Geschichtsforschung zurückgedrängt worden wäre und es ist ein Mißverständnis, wenn man jener Zeit allen historischen Sinn abspricht. Im Gegenteil, es war eine Blütezeit auch der Geschichts forschung, und ihre Methoden und Resultate stehen nicht mehr hinter denen der Gegenwart zurück, wie