80 von den wissenschaftlichen Errungenschaften zu scheiden, mit denen zusammen es auftrat, und man verwarf diese um so mehr, als noch andere unsym pathische Assoziationen — mit utilitarischer Philo sophie — daran hingen. Auch hier verwarf man also die Wissenschaft zugleich mit ihren Grenzüberschrei tungen und meinte nun natürlich von vorn beginnen zu sollen und zu müssen. Und da offenbar der Fehler des Alten in zu „absoluter“ Spekulation und Ver kennung der historischen Belativität aller sozialen Dinge bestanden hatte, so kam man ganz logisch dort an, wohin Neigung und Anlage strebten — bei der historischen Detailarbeit als der Methode der Natio nalökonomie. Daraus — aus der ausschließlichen Be schäftigung mit konkreten, unanalysierten Phäno menen — ergab sich weiter ganz von selbst der Glaube, daß infolge des Allzusammenhangs aller Dinge die isolierende Methode überhaupt keinen Sinn habe und aus der Beobachtung, daß der Mensch ja so gut wie nie bewußt hedonisch - rationalistisch handle, der Schluß, daß jede Theorie, die von solchen Annahmen ausgehe, schlechthin Entstellung der Wirklichkeit sein müsse. Wozu also auf sie eingehen? Man legte sie ad acta, höchstens als eine interessante Episode in der Geschichte politischer Ideen zog man sie her vor. Ernstlich diskutiert aber brauchte sie gar nicht mehr zu werden! Die sogenannte „ältere“ historische Schule (Koscher, Knies, Hildebrand) hielt noch so wohl an gewissen geschichtsphilosophischen Ideen, wie einem gewissen Maß theoretischer Analyse fest. Die „jüngere“ historische Schule aber, unter der