Lebens und von ihrem Standpunkt einen Selbstzweck und überhaupt alles suchen was die Wissenschaft da leisten kann — sie sind nur ein Block des Sockels für eine vollere, reichere Eechtssoziologie, die sich an ihnen, aber auch an anderem Material heute zu ent falten beginnt. Und insofern als keineRechtssoziologie ohne diesen Sockel auskommen kann, war jene Peri ode der Tatsachensammlung nichts anderes als eine Ergänzung vergangener und eine Vorbereitung neuer Eechtssoziologie, eine Ergänzung des vergangenen und Vorbereitung eines neuen Naturrechts im wissenschaft lichen Sinn des Worts: Ein sachlicher „Gegensatz“ existierte gar nicht. So haben also in einem höheren Sinn die mächtigsten Feinde des Naturrechts sein Werk nur fortgesetzt, nur einen Punkt des Arbeits programmes des Naturrechts ausgearbeitet. Und die Umwandlung der Eechtswissenschaft, die sich vor unseren Augen vollzieht und wiederum — das ist so Schicksal der Wissenschaft — in einem prinzipiellen Gegensatz zum Historismus zu stehen scheint, sie führt nur aus, was diese Zeit der Tatsachensammlung vorbereitet, ermöglicht hat. Dem einzelnen Forscher erscheint es freilich anders. Der liebt entweder die Arbeit an der Urkunde oder die Arbeit der Analyse, hält nur seine Liebe für wahre Wissenschaft und verachtet öffentlich oder im Stillen die des anderen. Für ihn ist es kein Trost, wenn Arbeitsweisen, die nicht die seinigen sind, sein Werk fortführen. Deshalb kämpfen die Parteien mit großen Worten. Aber die Wissenschaft geht über alle diese Wünsche und Glaubensbekenntnisse hinweg und still und