41 Objekte ohne Mietausfälle weggelassen und di© Ausfälle selbst zu hoch angegeben worden sein. Der zuerst genannte Einwand ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen, aber er darf auch in seiner Bedeutung nicht überschätzt werden. Wollten wir an nehmen, daß auch nicht ein einziger Mietausfall in all den 405 Grundstücken vorgekommen sei, bei denen ein solcher Verdacht überhaupt ausgesprochen werden kann, so würde unsere Schät zung des Ausfalls auf Grund der bearbeiteten Bogen eben um 1/5 zu hoch greifen, das aber wäre ein Fehler, der bei dem ganzen Charakter solcher Erhebungen noch in Kauf genommen werden müßte und jedenfalls die Erhebung nicht wertlos machen würde. Denn niemand wird behaupten wollen, daß er ohne jede derartige Unterlage eine Schätzung des Umfangs der Mietausfälle mit einer Unsicherheit von etwa 20 0/0 vornehmen könne. Außerdem kann aber natürlich davon gar keine Rede sein, daß in den er wähnten Grundstücken überhaupt keine Ausfälle vorgekommen sind und der mutmaßlich geringeren Höhe derselben kann man in der schließlichen Schätzung sehr wohl Rechnung tragen. Dem zweiten, oben angeführten Einwand vermögen wir keine Bedeutung beizulegen. Wäre die Statistik auf Grund der un- revidierten Fragebogen aufgestellt worden, so wäre er vielleicht haltbar gewesen, allein die Bearbeitung hat durchweg das Adreßbuch zu Rate gezogen und für nicht eingetragene Woh nungen die nötigen Ergänzungen und Rückfragen herbeigeführt. Direkt unwahre Angaben über die Höhe der Mietausfälle halten wir endlich für nahezu ausgeschlossen, zumal solche nicht ohne Zuhilfenahme der Phantasie hätten gemacht werden können, sich demnach als qualifizierte Fälschungen darstellen würden. Darnach würde also unser Ansatz, wenn wir die bearbeiteten Grundstücke in runder Zahl gleich s / 40 der Gesamtheit setzen, für Alt-Mannheim zu einem achtmonatlichen Mietausfall v 0 n 1365 370 M. oder unter Berücksichtigung der erhobenen Be denken von etwa I1/4 Millionen führen; für das ganze erste Kriegsjahr wäre er im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung der Mietausfälle zu etwa 2 Millionen M. zu veranschlagen. Es liegt nahe, darnach Umschau zu halten, ob dies Ergebnis nicht durch anderwärts gefundene Zahlen eine Stütze finde. Allein die in verschiedenen Großstädten durch die Hausbe sitzervereine aufgestellten Statistiken können wegen der ganz andersartigen Erhebungsgrundlage nicht gut zu Vergleichen herangezogen werden, beziehen sich auch, soweit sie uns be- bekannt geworden sind, durchweg auf einen kürzeren Zeitraum und enthalten meist keine Angaben über die ordentliche Miet- einnahme, die erst die Berechnung von Relativzahlen ermöglicht. Am ehesten ist ein Vergleich mit der vom Allgemeinen Haus besitzerverein in Dresden angestellten Erhebung möglich. Auf Grund der in der „Deutschen Hausbesitzerzeitung“ vom 29. Juli