Land und Leute I. Das Land 1. Lage und ftlttna Rumänien (ohne das 1913 neuerworbene Gebiet) umfaßt 131353 qkm und liegt zwischen den Karpathen, der Donau und dem Prut. Sein Klima ist ausgesprochen kontinental und demgemäß sehr heiß im Sommer und sehr kalt im Winter. Die Temperatur steigt im Sommer bis auf 40° und finkt im Winter bis auf — 25°. Die größte Temperaturdifferenz wies Eiurgiu mit 79° (-|- 43° und — 36°) auf. Die mittlere Jahrestemperatur bewegt sich zwischen 8,6° im Norden und 10,5° im Süden des Landes. Sie ist höher in der Ebene und niedriger in den Bergen. Der Wechsel der Temperatur ­ ist ein sehr rascher und regelmäßiger. Auf einen sehr kurzen Frühling folgt sofort ununterbrochene Sommerglut, die alles schnell zum Grünen, Blühen und Reifen bringt. Die Zahl der klaren Sommertage und die reine Sonnenscheindauer ist größer als in Italien. In der Ebene steigert sie sich bis zum höchsten Satze in Europa, dementsprechend ist die Zahl der Regentage verhältnismäßig ­ gering und umfaßt im Durchschnitte 70 Tage im Jahre. Sie hat ein Marimum (20 von 70 Tagen) im Mai und Juni und zwei Minima im Oktober-November (9 Tage) und im Januar-Februar (11 Tage). Die Regenmenge ist verschieden nach Örtlichkeit und Jahreszeit. Sie beträgt in der Moldau 55 cm, in der Großen Walachei ­ 62 am, in der Kleinen Walachei 75 ein und im Landesdurchschnitte ­ 61 cm jährlich, wobei auf die Ebene weniger als 60 am, auf das Hügelland 60 bis 80 cm, auf das Gebirge mehr als 100 cm entfallen. Im Januar erreichen die Niederschläge 37 mm, im Februar 30, im März 40, im April 56, im Mai 67, im Juni 95, im Juli 66, im August 42, im September 39, im Oktober 49, im November ­ 43 und im Dezember 44 mm. Der Schnee wird 90 cm hoch und deckt die Erde durch beiläufig 50 Tage. Doch sind die Onciul. Rumänien 1