8 Das Land Hierauf folgt gegen Osten bis zum Serettale salzführender Miozän. Den Süden der Moldau und den östlichen Teil der großen Walachei bis zur Dämboviha bildet ein faltenreiches Gebirge, welches alle in Rumänien vorkommenden Schichten mit Ausnahme der tortonischen aufweist. Westlich des Flusses Buzeu tritt aus dem Flisch eine Halbinsel hervor, welche bis zum Verbileu-Tal reicht und sich in mehreren Inseln bis westlich Prahova fortsetzt. An der Dämbovifa verschwinden die Falten unter den oberen neogenen Schichten mit sehr reicher Fauna, während die unteren neogenen Schichten wenig verworfen sind und unmerklich in neuere Forma tionen übergehen. Ebenfalls an der Dämbovifa befindet sich eine kristallinische, von Flisch umschlossene Insel, welche zwischen Aluta und Schyl inmitten der neogenen Schichten in Form zweier Klippen bei Slätioara und Säcele zum Vorschein kommt. Die kleine Walachei weist denselben Aufbau auf, wie die große Walachei nord östlich der Dambovi^a. Der Boden zwischen Seret und Prut bis in die Gegend von Verlad wird von horizontalen sarmatischen Schichten gebildet, welche in der Tiefe aus blauem Letten, gegen die Oberfläche zu aber aus Kalkstein, aus Muschelkalk und Sand bestehen und von einer dicken Pleistozän-Löß-Schicht bedeckt sind, während der südliche Teil der Moldau pontische, von Löß gedeckte Schichten aufweist. Der südwestliche Teil der Moldau und der südöstliche, längs der Donau gelegene Teil der Walachei endlich enthält von Löß ge deckten Schotter und pleistozänen Sand, welche gegen Nordwesten und Westen in Erde übergehen. Diese Ablagerungen sind sowohl in der Walachei als auch in der Moldau voll von Fossilien. In ihrem südöstlichen Teile finden sich auch Salzseen vor. Grundverschieden von dem Aufbaue des übrigen Rumäniens ist jener der Dobrudscha. Im nördlichen Teile finden sich die ältesten Formationen vor, Quarze und paläozoische Phyllit-Schichten, die von Eruptivgesteinen durchzogen sind und bedeutende Kupfer- und Eisenablagerungen enthalten. Aber ihnen liegt Triaskalk alpinen Charakters mit Porphyr und Diabaseinschlag, welcher von Jura- und Cenomanschichten bedeckt wird. Der südliche Teil der Dobrudscha bildet eine Fortsetzung des bulgarischen Plateaus und besteht aus horizontalen Jura- (Dogger- und Malm-), sowie Kreide- (Reocom- und Aptien-)Schichten mit Überlagerungen von Eocän-Kalk und sarmatischen Kalk-Rumulithen, die eine große Ausdehnung besitzen und überall von gut entwickeltem Löß bedeckt sind. *) ) Dgl. Enciclopedia rom&nä, Rom&nia, Geologia V. P. H.