26 Wirtschaftliche Verhältnisse Unternehmungen 1911 nur 472 und zwar: 21 Ziegeleien, 9 Kalk öfen, 10 Gips- und Zementfabriken, 8 keramische Werkstätten, 6 Glashütten, 27 metallurgische Anstalten, 6 mechanische Werk stätten, 4 Eisen-Möbel- und Ofenfabriken, 7 Blechschmieden, 9 Nagel und Schraubenfabriken, 36 Sägewerke, 20Holzbearbeitungsanstalten, 1 Asphaltfabrik, 7 Seilerwarenerzeugungsstätten, 9 Leinwebereien, 12 Wollwebereien, 1 Teppichweberei, 1 Hanfaufbereitungsanstalt, 1 Bandfabrik, 12 Strickereien, 4 Hutfabriken, 4 Knopffabriken, 3 Wattefabriken, 1 Bürsten- und Pinselfabrik, 26 Gerbereien, 8 Brotfabriken, 2 Reisschälanstalten, 4 Teigwarenfabriken, 9 Schoko lade- und Bonbonsfabriken, 1 Zichorienkaffeefabrik, 8 Zuckerfabri- ken, 3 Holzdestillerien, 4 Kohlensäurefabriken, 7 Konservenfabriken, 4 Kognakfabriken, 2 Eisfabriken, 2 Essenzenfabriken, 5 Brennereien. 6 Brauereien, 54 Mühlen, 6 Papierfabriken, 4 Zellulosefabriken, 20 graphische Anstalten, 23 Petroleumraffinerien, 11 Kerzenfabriken, 9 Olfabriken, 4 Lackfabriken, 1 Sauerstoff- und Azetylenfabrik, 9 chemische Laboratorien, 1 Akkumulatorenfabrik und 2 elektro technische Anstalten. Angelegt waren in allen diesen Unternehmungen 338013009 Lei. Sie verwendeten bei einem Gesamtverbrauche von Brennstoffen im Werte von 34000000 Lei 127021 Pferdekräfte, verarbeiteten Rohstoffe für 338280000 Lei und erzeugten Waren im Werte von 547134800 Lei. Der Zollnachlatz bei den aus dem Auslande eingeführten Rohmaterialien erreichte nahezu 900000 Lei. Beschäftigt wurden zusammen 153470 Arbeiter mit einem Eesamt- verdienste von 749726000 Lei. Die Löhne schwankten zwischen 1 und 5 Lei täglich und betrugen im Mittel 814 Lei jährlich. Im Jahre 1912 wurde das Jndustrieförderungsgesetz mehrfach geändert. Aber auch ohne staaatliche Förderung werden Industrien ins Leben gerufen. Bon privater Seite wird der Industrie immer mehr Interesse entgegengebracht, und das zu Jndustrieunternehmungen nötige Kapital ist ohne Schwierigkeiten zu finden. Entstanden sind bereits Salami-, Champagner- und Mineralwasserfabriken, Kon fektionsanstalten und selbst Schiffswerften. 3. Handel und Kreditwesen a) Handel Schon Ende des Mittelalters waren einzelne Produkte des rumänischen Bodens weithin gesucht. Italienische Schiffe holten Getreide aus den Donauhäfen und führten es nach Konstantinopel.