•EjentY Georges Leben und Schriften. \± rechte Verteilung der Güter verhindern. „Dies Unternehmen," sagt er in seinem letzten IMH erschienenen und gleichfalls ins Deutsche »her setzten Buche „Soziale Probleme", „ist lediglich ein Werk der pinweg- räumung. Es ist für uns nicht nötig, verwickelte und kunstreiche Pläne zu entwerfen, um die gerechte Verteilung der Güter herbeizuführen. Denn die gerechte Verteilung der Güter ist offenbar die natürliche Verteilung der Güter. Und darüber, was die natürliche Verteilung der Güter bedeutet, kann es keinen Streit geben. Es ist die, welche demjenigen die Güter gibt, der sie macht, und sie demjenigen sichert, der sie spart." will man George einen Sozialisten nennen, so wird man ihn allenfalls einen christlichen Sozialisten nennen dürfen. Denn es ist das praktische Lhristentum im besten Sinne des Wortes, das für ihn den Leitstern seiner sozialen Auffassungen bildet. So sehr ihm ein eng herziger Individualismus oder eine hoffnungslose Staatsallgewalt zu wider sind, so klar sieht er doch ein, daß der soziale Fortschritt das Wohl ergehen eines jeden mehr und mehr zur Angelegenheit aller, und umgekehrt das Wohlergehen aller mehr und mehr zur Angelegenheit eines jeden macht, und die Gesamtheit mit Banden, denen niemand entgehen kann, immer enger aneinander knüpft. Die vollkommene Gesellschaft kann nach seiner Ansicht nur auf Grundlagen der persön lichen Freiheit entwickelt werden; aber der einzelne hat sich selbst zu einem echten Gliede der Gesellschaft zu entwickeln, „wer," sagt er in dem letzterwähnten Buche, „die Gesetze und das Eigentum achtet und für seine Familie sorgt, aber keinen Anteil am allgemeinen wähle nimmt und nicht an die Niedergetretenen denkt, außer daß er etwa hie und da einmal ein Almosen reicht, der ist kein wahrer Lhrist. Und er ist auch kein guter Bürger." Sowohl der Individualismus als der Sozialismus erstrebt eine Organisation der Gesellschaft. Aber der Individualist hofft das Er gebnis erreicht zu sehen nicht durch eine Organisierung der Ulasse, son dern durch die freie und sittliche Tätigkeit der einzelnen; während der Sozialist annimmt, daß es stets im Staate eine große Anzahl ein zelner gebe, deren Wirksamkeit als Kapitalisten oder Inhaber der Macht in einem beständigen Kriege mit den Interessen der Masse begriffen sei, einer Masse, die sich gegen die willkürlichen Bestrebungen des Kapitals und der Regierung nicht allein zu schützen vermöge. Beide also, der Individualismus wie der Sozialismus, erstreben eine Or ganisation nach einer Idee, ohne hinlänglich zu erkennen, daß einer solchen Organisation eine durch die Gesinnung hervorgebrachte Or ganisation vorhergehen, daß die erstere aus der letzteren erst entwickelt werden muß. George legt auf die Gesinnung den Nachdruck. Er schließt nicht die Grganisation nach einer Idee aus, aber er gibt ihr den zweiten Platz. Zur Erläuterung mag die folgende Stelle aus den „Sozialen