Aap. II. Der Sinn der Ausdrücke. <*3 fafioren der Produktion entstanden. Nichts kann füglich Kapital sein, was nicht aus diesen besteht, d. h. nichts kann Kapital sein, was nicht ein Gut ist. Aus den Zweideutigkeiten irrt Gebrauch dieses umfassenderen Aus drucks „Güter" lassen sich aber viele der Zweideutigkeiten herleiten, welche den Ausdruck Kapital verwirren. Zur gewöhnlichen Sprachgebrauch wendet man das Wort „Güter" auf alles an, was einen Tauschwert hat. Zn der Nationalökonomie dagegen muß es auf einen bestimmteren Sinn begrenzt werden, weil man oft von vielen Dingen als von Gütern spricht, die bei der Be zeichnung der gemeinsamen oder allgemeinen Güter überhaupt nicht als Güter betrachtet werden können. Solche Dinge haben wohl einen Tauschwert und werden gewöhnlich Güter genannt, weil sie unter den einzelnen oder unter Kategorien von einzelnen die Befähigung darstellen, sich Güter zu verschaffen; aber sie sind keine wirklichen Güter, da ihre Zu- oder Abnahme die Summe der Güter gar nicht berührt. Dahin gehören Staatspapiere, Hypothekenbriefe, Wechsel, Banknoten oder sonstige formen der Übertragung von Gütern. Dahin gehören auch die Sklaven, deren wert nur die Macht der einen Klasse darstellt, sich den Erwerb einer anderen Klasse anzueignen. Dahin gehören auch Grundstücke oder andere natürliche Vorteile, deren wert nur darin besteht, daß das ausschließliche Recht bestimmter Personen auf ihre Benutzung anerkannt wird, und welche bloß die den Eigentümern auf diese weise verliehene Macht darstellen, einen Anteil an den durch die Benutzer derselben hervorgebrachten Gütern zu fordern. Eine Ver mehrung des Betrages von Schuldbriefen, Hypotheken, Banknoten oder Bankwechseln kann die Güter des Gemeinwesens nicht vermehren, da dasselbe sowohl die, welche zu zahlen versprechen, wie die, welche zu empfangen berechtigt sind, einschließt. Die Sklaverei eines Teils des Volkes kann die Güter desselben nicht vermehren, denn was die Sklavenbesitzer gewinnen, verlieren die Sklaven. Die Wertsteigerung des Grund und Bodens stellt keine Vermehrung der gemeinsamen Güter dar, denn was die Grundbesitzer durch höhere preise gewinnen, büßen die Käufer oder Pächter, welche dieselben zu zahlen haben, ein. Und all diese relativen Güter, die nach der gewöhnlichen Ansicht und nach dem Sprachgebrauch, in Gesetz und Recht von wirklichen Gütern nicht verschieden sind, könnten mit nichts weiter als einigen Tropfen Tinte und einem Stück Papier gänzlich aus der Welt geschafft werden. Durch Erlaß der höchsten Staatsgewalt könnten alle Schulden getilgt, alle Sklaven befreit und der Grund und Boden wieder zum Gemeingut des ganzen Volkes gemacht werden, ohne daß damit der Gesamt reichtum um den wert einer Prise Tabak vermindert würde, denn was die einen verlieren, würden die anderen gewinnen. Ls würden dadurch eben so wenig Güter vernichtet werden als Güter dadurch geschaffen wurden, daß Elisabeth Tudor ihre Günstlinge durch Monopole