Kap. I. (25 Verbindung der Verteilungsgesetze. nicht vermindert werden) alle Konsumtion bestritten und alle Ein kommen gezogen werden müssen, wie ich schon erläuterte, ist unter Produktion nicht bloß die Herstellung der Dinge zu verstehen, sondern sie schließt auch die durch den Transport oder Tausch gewonnene Wert- Zunahme ein. Sowohl in reinen pandelsstaaten, wie in rein ackerbau treibenden oder rein fabrizierenden Ländern werden Güter produziert, und in dem einen Falle wie in dem anderen wird ein Teil des Produkts dem Kapital zufallen, ein anderer der Arbeit und, wofern Land wert hat, ein dritter den Grundbesitzern. Tatsächlich dient ein gewisser Teil der produzierten Güter beständig zum Ersatz des Kapitals, welches fort während konsumiert und ersetzt wird. Doch braucht dieser Teil nicht be sonders in Betracht gezogen zu werden, da er dadurch eliminiert wird, daß das Kapital als etwas Zusammenhängendes angesehen wird, wie wir es im Reden und Denken gewöhnlich tun. Reden wir daher von dem Produkt, so verstehen wir darunter den Teil der Güter, der über die Summe hinaus produziert wird, welche erforderlich ist, um das in der Produktion verbrauchte Kapital zu ersetzen; und sprechen wir von Zinsen oder dem Ertrage des Kapitals, so verstehen wir darunter das, was das Kapital erhält, nachdem es wieder ersetzt ist. Es ist ferner eine Tatsache, daß in jedem Lande, das über den primitivsten Zustand hinweg ist, ein Teil des Produkts als Steuern erhoben und durch die Regierung verbraucht wird. Dies braucht jedoch nicht in Betracht gezogen zu werden, wenn wir die Gesetze der Ver keilung aufsuchen wollen. Wir können die Besteuerung entweder als nicht bestehend oder als eine Verringerung des Produkts um so und so viel ansehen. Und ebenso das, was von dem Produkt durch gewisse formen des Monopols genommen wird, die wir in einem folgenden kkapitel (Kap. 4) erwähnen werden, und die ähnlich wie Steuern wirken. Erst nachdem wir die Gesetze der Verteilung entdeckt haben, läßt sich übersehen, ob und welchen Einfluß die Besteuerung darauf hat. Wir müssen diese Gesetze der Verteilung oder wenigstens zwei derselben selbst entdecken. Denn daß sie von der herrschenden National ökonomie (mindestens als Ganzes) nicht richtig aufgefaßt worden sind, ist, abgesehen von unserer früheren Untersuchung eines derselben, aus allen Abhandlungen der herrschenden Schule zu ersehen. Schon aus der Terminologie ist dies ersichtlich. In allen nationalökonomischen werken wird uns gesagt, daß die dfei Faktoren der Produktion Grund und Boden, Arbeit und Kapital seien, und daß das Gesamtprodukt ursprünglich in drei entsprechende ^eile verteilt werde. Ls sind daher drei Ausdrücke erforderlich, deren jeder einen dieser Teile mit Ausschluß der anderen klar bezeichnet. Die Grundrente drückt, wie sie definiert wirch den ersten dieser Teile, den- Vnjgen, welcher auf die Grundbesitzer entfällt, klar genug aus. Der ^ahn kennzeichnet, wie er definiert wird, den zweiten Teil, der den Ertrag öer Arbeit ausmacht, ebenfalls klar genug. Was aber den dritten Aus-