\82 Materieller Fortschritt und Verteilung. Buch IV. der Literatur zu eröffnen; in Wahlzeiten kommen Stumpredner, und der Bürger erhebt sich zu einem Gefühl der Würde und Macht, wenn in dem Kampfe von pinz und Kunz um seine Unterstützung und seine Stimme das Wohl des Staats vor ihm verhandelt wird. Und nach und nach kommt der Zirkus, der feit Monaten das Tagesgespräch war und den Kindern, deren Horizont die Prärie gewesen, alle Reiche der Phan tasie öffnet: Prinzen und Prinzessinnen der Märchenwelt, gepanzerte Kreuzritter und beturbante Mohren, Aschenbrödel, Feenwagen und die Riesen der Ammenweisheit, Löwen, wie sie sich vor Daniel nieder legten oder im römischen Amphitheater die heiligen Gottes zerrissen, Strauße, die an die sandigen Wüsten erinnern, Kameele, wie die, die dabei standen, als die bösen Brüder Joseph vom Brunnen wegschleppten und in die Sklaverei verkauften, Elefanten, wie sie die Alpen mitHannibal überschritten oder das Schwert der Makkabäer fühlten, und herrliche Musik, die in den Kammern des Geistes tönt und baut, wie sich die sonnige Kuppel Kubla Khans erhob. Geht man jetzt zu unserem Ansiedler und sagt zu ihm: „Du hast soundso viele Fruchtbäume, die du pflanztest, soundso viel Zäune, einen Brunnen, eine Scheune, ein Haus, kurz, du hast durch deine Arbeit dieser Besitzung soundso viel Wert hinzugefügt. Dein Land selbst ist nicht gerade sehr gut. Du hast stark davon geerntet, und nach und nach wird es Dünger brauchen. Ich will dir den vollen Wert aller deiner Verbesserungen geben, wenn du es mir abtreten und mit deiner Familie wieder über die Grenze der fernsten Ansiedlung hinausgehen willst." Er würde lachen. Sein Land ergibt nicht mehr Weizen oder Kartoffeln als vorher, aber es liefert ihm weit mehr von allen Notwendigkeiten und Annehmlichkeiten des Lebens. Seine Arbeit wird auf demselben keine größeren und, wie wir annehmen wollen, keine wertvolleren Ernten hervorbringen, aber sie wird weit mehr von all den anderen Dingen beschaffen, für die die Menschen arbeiten. Die Anwesenheit anderer Ansiedler — die Bevölkerungszunahme —hat die Produktivität der auf diese Dinge verwendeten Arbeit erhöht, und diese erhöhte Produktivität verleiht dem Lande eine Überlegenheit über Land gleicher Natur, wo noch keine Ansiedler sind. Wenn kein anderer Grund und Boden übrig bleibt, als solcher, der ebensoweit von bevölkerten Gegenden entfernt ist, wie der unseres Ansiedlers, als er zuerst hinkam, so wird der Preis oder die Rente dieses Landes durch die Gesamtheit dieser erhöhten Fähig keiten bemessen werden. Wenn aber, wie wir angenommen haben, eine ununterbrochene Strecke gleich guten Landes vorhanden ist, über das die Bevölkerung sich nun ausbreitet, so wird es für den neuen An siedler nicht nötig sein, in die Wildnis zu gehen, wie es der Erste tat. Er wird sich gerade hinter den letzten Ansiedlern niederlassen und den Vorteil ihrer Nachbarschaft erlangen. Der Preis oder die Rente des Landes unseres Ansiedlers wird somit von dem Vorteil abhängen, welchen es dadurch hat, daß es im Mittelpunkte, anstatt an der Peripberie der