Kap. III. Gewerblicher Fortschritt und Verteilung. \87 3st dies so, so wird die Wirkung arbeitersparender Verbesserungen die Vermehrung der Güterproduktion sein. Nun sind sür diese letztere zwei Dinge erforderlich —Arbeit und Land. Deshalb wird die Wirkung arbeitersparender Verbesserungen die sein, die Nachfrage nach Land auszudehnen und, wo immer die Grenze der (Dualität des benutzten Landes erreicht ist, Grund und Boden von geringerer natürlicher Ergiebigkeit ­ unter Kultur zu bringen oder auf demselben Boden die Kultur bis zu einem Punkt geringerer natürlicher Ergiebigkeit auszudehnen. Und während so die ursprüngliche Wirkung arbeitersparender Verbesserungen ­ die ist, die Kraft der Arbeit zu vermehren, ist die sekundäre Wirkung ­ die, den Anbau auszudehnen und, wo dies die Grenze des Anbaues verengert, die Rente zu steigern. Wo daher der Grund und Boden vollständig ­ angeeignet ist, wie in England, oder wo er entweder angeeignet ist oder, sobald er gebraucht wird, angeeignet werden kann, wie in den Vereinigten Staaten, da ist die schließliche Wirkung von arbeitersparenden Maschinen oder Verbesserungen die, die Rente zu erhöhen, ohne den Lohn oder Zins zu steigern. Es ist wichtig, dies völlig einzusehen, denn es zeigt, daß die durch die herrschenden Theorien der Bevölkerungsvermehrung zugeschriebenen Wirkungen in Wirklichkeit dem Fortschritt der Erfindungen ihr Dasein verdanken, und erklärt die sonst unlösbare Tatsache, daß arbeitersparende Maschinen den Arbeitern nirgendwo Vorteil bringen. Um jedoch diese Wahrheit vollständig zu begreifen, muß man die von mir schon mehrmals hervorgehobene Tauschfähigkeit der Güter im Sinne behalten. Zch erwähne dies nochmals, nur weil es so beharrlich vergessen oder ignoriert wird von Schriftstellern, die von der landwirtschaftlichen ­ Produktion sprechen, als ob sie von der Produktion im allgemeinen ­ zu unterscheiden wäre, und von den Nahrungs- oder Unterhaltsmitteln, ­ als ob sie in dem Worte Güter nicht einbegriffen wären. Der Leser möge im Auge behalten, daß, wie schon hinreichend erläutert ­ wurde, der Besitz oder die Produktion irgendeiner Form der <3üter so gut ist wie der Besitz oder die Produktion irgendeiner anderen Form, mit der sie sich austauschen läßt, um klar zu sehen, daß nicht bloß Verbesserungen, die in der direkt auf Land verwendeten Arbeit eine Ersparnis bewirken, sondern alle Verbesserungen, die auf irgendeine Meise Arbeit ersparen, die Rente erhöhen. Daß die Arbeit des einzelnen sich ausschließlich auf die Produktion einer Form des Reichtums richtet, ist nur das Resultat der Teilung der Arbeit. Der Zweck der Arbeit eines einzelnen ist nicht die Gewinnung von Gütern in einer besonderen Form, sondern in allen den Formen, ^stf die seine wünsche gerichtet sind. Und somit ist eine Verbesserung, die Ersparnisse in der zur bservorbringung eines der gewünschten Dinge erforderlichen Arbeit bewirkt, so gut wie eine Vermehrung der Kraft, vlle anderen Dinge hervorzubringen. Erfordert es eines Mannes halbe Arbeit, ihm Nahrung, und die andere chälfte, um ihm Kleider und (Obdach