\Cjq, Materieller Fortschritt und Verteilung. Buch IV. Kapitel IV. Die Wirkung der durch den materiellen Fortschritt erregten Erwartung. wir haben jetzt gesehen, daß, während die Bevölkerungszunahme die Rente zu steigern strebt, auch die Ursachen, welche in einem fortschreitenden ­ Gesellschaftszustande die Vermehrung der Produktivkraft der Arbeit bewirken, alle dahin streben, die Rente, nicht aber Lohn und Zins zu erhöhen. Die größere Güterproduktion geht schließlich als höhere Rente an die Grundbesitzer, und obgleich bei weiteren Fortschritten auch einzelnen, die keinen Grund und Boden besitzen, Vorteile erwachsen mögen, welche in ihren chänden bedeutende Teile des vermehrten Produkts ­ vereinigen, so liegt doch in all jenem Fortschritte nichts, was entweder ­ für die Arbeit oder für das Kapital eine Vermehrung des Ertrages ­ bewirkte. , Es gibt jedoch einen, bisher noch nicht erwähnten Umstand, der in Betracht gezogen werden muß, um den Einfluß des materiellen Fortschritts ­ auf die Güterverteilung vollständig zu erklären. Dieser Umstand ist die sichere Erwartung einer weiteren Steigerung der Landwerte, die in allen fortschreitenden Ländern aus der beständigen Erhöhung der Rente erwächst, und die zur Spekulation, d. h. zum Ankauf von Land um einen höheren preis, als es für jetzt bringen würde, führt. wir haben bisher angenommen, wie es bei den Erörterungen der Rententheorie in der Regel geschieht, daß die tatsächliche Grenze des Anbaues immer mit der Grenze zusammenfällt, die man die notwendige Grenze des Anbaues nennen kann, d. h. daß der Anbau sich erst dann zu weniger produktiven Punkten wendet, wenn es darum nötig wird, weil die Naturvorteile auf ergiebigeren Punkten vollständig ausgenützt sind. Dies ist wahrscheinlich,der Fall in stillschweigenden oder sehr langsam fortschreitenden Ländern, aber in schnell fortschreitenden Ländern, wo die schnelle und beständige Steigerung der Rente zuversichtliche Berechnungen ­ einer weiteren Steigerung gestattet, ist es nicht so. Zn solchen Ländern erzeugt die sichere Erwartung höherer Preise in höherem oder geringerem Grade Koalitionen unter den Grundbesitzern, entzieht den Grund und Boden der Benutzung und beengt so den Spielraum des Anbaues weiter, als es die Erfordernisse der Produktion nötig machen. Diese Ursache muß bis zu einem gewissen Grade in allen fortschreitenden ­ Ländern wirken, obgleich sie in Ländern wie England, wo das Pachts^>stem im Ackerbau vorherrscht, sich mehr im Verkaufspreise ­ des Landes als in der landwirtschaftlichen Grenze des Anbaues oder der tatsächlichen Rente zeigen mag. Aber in Ländern, wie die Vereinigten Staaten, wo der Bebauer des Landes gewöhnlich vorzieht,