319 Kap. I. Über die Wirkung auf die Güterproduktion. Aber die Last der Besteuerung von der Produktion und dem Austausch ­ auf den Wert oder die Rente des Landes übertragen, würde nicht allein der Güterproduktion neuen Antrieb verleihen, sondern ihr auch neue Gelegenheiten eröffnen. Denn unter diesem System würde niemand Land anders als zur Benutzung behalten, und jetzt der Benutzung entzogenes Land würde allenthalben zum Anbau offen stehen. Der Verkaufspreis des Bodens würde fallen, die Grundstückspekulation ­ würde ihren Todesstreich empfangen, die Landmonopolisierung ­ würde sich nicht länger lohnen. Millionen und aber Millionen Morgen, von denen jetzt die Ansiedler durch hohe preise ausgeschlossen sind, würden von ihren gegenwärtigen Besitzern aufgegeben oder den Ansiedlern zu bloß nominellen Preisen verkauft werden. Und dies nichü etwa bloß an den Grenzen, sondern auch in Gegenden, die jetzt schon als gut angebaut betrachtet werden, hundert Meilen um San Franziska würde so genug Land frei werden, um selbst bei den jetzigen Betriebsmethoden ­ eine ländliche Bevölkerung zu fassen, so groß wie die, welche jetzt von Oregon bis zu der 800 Meilen entfernten mexikanischen Grenze Zerstreut lebt. In demselben Grade würde dies für die meisten westlichen Staaten zutreffen, und annähernd auch für die älteren östlichen Staaten, denn selbst in New pork und pennsylvanien ist die Bevölkerung im vergleich mit der Kapazität des Landes noch dünn. Und selbst im dichtbevölkerten ­ England würde eine solche Politik dem Anbau viele pundertlausende Morgen eröffnen, die jetzt zu Privatparks, Wildgehegen und Tiergärtchen dienen. Denn dieses einfache Projekt, alle Steuern auf den Grund und-Boden zu legen, würde in seiner Wirkung darauf hinauskommen, den Boden im Aufstrich demjenigen zu sichern, der dem Staate die höchste Rente dafür zahlt. Die Nachfrage nach Land bestimmt dessen wert,, und wenn daher die Steuern so festgesetzt werden, um jenen wert fa Ziemlich zu absorbieren, so muß derjenige, welcher Land zu besitzen wünscht, ohne es zu benutzen, annähernd so viel dafür zahlen, als es für jeden wert sein würde, der es benutzen wollte. Und man muß sich erinnern, daß dies nicht bloß für Ackerland,, sondern für alles Land gelten würde. Mineralgrund würde der Benutzung ­ auf dieselbe weise wie Ackerland übergeben werden, und im Kerzen einer Stadt könnte niemand mehr sich einfallen lassen, Grundstücke ­ der besten Verwendung vorzuenthalten oder in den Vorstädten Ulehr dafür zu verlangen, als der daraus zur Zeit zu erzielende Nutzen rechtfertigen würde. Überall, wo das Land einen Preis erreicht hat,, würde die Besteuerung, nicht wie jetzt gleich einer Strafe auf Verbesserungen ­ einwirken, sondern zu Verbesserungen zwingen, wer einen Dbstgarten pflanzt, ein Feld besät, ein paus baut, oder eine gleichviel,, wie kostspielige Fabrik errichtet, würde an Steuern nicht mehr zu zahlen 9aben, als ob er so viel Land müßig liegen ließe. Der Monopolist von Ackerland würde gerade so besteuert werden, als ob fein Grund und Boden.