Lax. V. Dis zentrale Wahrheit. 399 bringen oder alles in Trümmer werfen muß, ist nahe, wenn er nicht schon begonnen hat. Das Gebot ist erlassen! Mit dem Dampf und der Elektrizität und den vom Fortschritt gezeugten Mächten haben Kräfte die Welt betreten, die uns entweder auf eine höhere Stufe treiben oder überwältigen werden, wie vordem ein Volk nach dem anderen, eine Zivilisation nach der anderen überwältigt worden sind. Ls ist die Täuschung, wie sie dem Verderben vorhergeht, die in den fieberhaften Pulsschlägen der zivili sierten Welt nur die vorübergehende Wirkung ephemerer Ursachen sieht. Zwischen den demokratischen Gedanken und den aristokratischen Ein richtungen der Gesellschaft besteht ein unversöhnlicher Konflikt, Hier in den Vereinigten Staaten wie drüben in Europa kann man ihn entstehen sehen. Wir können die Leute nicht auf die Dauer das Stimmrecht aus üben lassen und sie zum Betteln zwingen, wir können nicht auf die Dauer Knaben und Mädchen in unseren öffentlichen schulen unterrichten und ihnen dann das Recht verweigern, einen ehrlichen Lebensunterhalt zu erwerben. Wir können nicht auf die Dauer von den unveräußerlichen Menschenrechten schwatzen und zugleich das unveräußerliche Recht auf die Gaben des Schöpfers verweigern. Schon jetzt fängt der neue Wein in den alten Flaschen zu gären an, und die Elementarkräfte sammeln sich zum Kampf! Aber wenn wir, solange es noch Zeit ist, zur Gerechtigkeit zurück kehren und ihr gehorchen, wenn wir der Freiheit vertrauen und ihr folgen, so müssen die jetzt drohenden Gefahren verschwinden, so werden die jetzt sich gegen uns auftürmenden Kräfte zu Mitteln weiteren Aufschwunges werden. Man denke nur an die jetzt vergeudeten Kräfte, an die unendlichen noch zu erforschenden Felder des Wissens, an die Entwicklung, von der die wunderbaren Erfindungen dieses Jahrhunderts uns nur eine Ahnung geben. Zst der Mangel beseitigt, die Habsucht in edle Leidenschaften verwandelt, nimmt die der Gleichheit entsprießende Brüderlichkeit die Stelle der jetzt die Menschen aufeinander hetzenden Eifersucht und Furcht ein, werden die geistigen Kräfte durch eine Lage, welche auch den nied rigsten Muße und Behaglichkeit gewährt, entfesselt — wer mag dann die Höhen ermessen, zu denen unsere Zivilisation sich noch aufschwingen kann? Es fehlen Worte für den Gedanken! Es ist das goldene Zeitalter, das die Dichter besungen und begeisterte Seher in Bildern vorhergesagt haben! Ls ist das glorreiche Traumgesicht, welches den Menschen stets im Strahlenglanze erschien; das er sah, dessen Augen sich zu patmos in einer Entzückung schlossen. Ls ist der Höhepunkt des Christentums, die Stadt Gottes auf Erden mit ihren Mauern von Zasxis und ihren Toren von fderlen. Es ist das Reich des Friedensfürsten.