Abschnitt II. 27 Wir wissen es, bei der Befangenheit im herkömmlichen Denken kann dieser Zweifel gar nicht aufkommen. Und so guckt wirklich an solchen Stellen der verborgene Bestandteil des herkömmlichen Denkens hervor. Diese Stellen enthalten eben nur unter der Bedingung einen ver ständigen Sinn, daß man der Wissenschaft in der Tat unter dem Sprach- zeichen „Wert“ ein Singularobjekt vorgesetzt vermeint In dieser Hinsicht nun einige Beispiele: „Der Wert zeigt die Herrschaft des Geistes auch im äußeren Güter leben. —“ (Schäffle, Gesellschaft!. System, I. S. 33.) „Offenbar liegt dem Wert ein Verhältnis zwischen einem Objekte und den Bedürfnissen, Neigungen usw. des Menschen, kurz etwa seinen „Be gehrungen“ zugrunde. — Zur Erkenntnis der Natur dieses Verhältnisses und daraufhin zum Begriffe des Wertes gelangt man leicht durch eine Aus einanderlegung der notwendigen Stadien einer Gedankenreihe, welche zum Wert führt.“ (Jul. Wolf, Zur Lehre vom W. Tübgr. Z. 42. 1886, S. 416.) „Unter den elementaren Erscheinungen der Wirtschaft nimmt die des Wertes eine hervorragende Stelle ein. Der Wert beherrscht und leitet die Beziehungen des Menschen zu der Mannigfaltigkeit des Güterreiches, und damit auch die Beziehungen zwischen den Menschen, welche auf dem Ver hältnisse zur Güterwelt beruhen. Der Wert muß daher auch auf dem Ge biete der kollektivistischen Wirtschaft in maßgebender Geltung stehen, und es drängt sich die Frage auf: in welcher Form die Urerscheinung hier auf- tritt.“ (E. Sax, Staatswirtschaft, S. 249.) „Über den Wert sind bereits praktisch bewährte Kenntnisse, glaubwürdige Mitteilungen, uralte durch die Zeiten gefestigte Überlieferungen da. Wer wäre töricht genug, sie zu verschmähen ?“ (v. Wieser, Ursprung und Hauptgesetze des w. W., S. 9.) Bei diesen Aussagen ist es die unbefangene Sicherheit, mit der sie an vorgeschobener Stelle auftreten; das macht sie in der fraglichen Richtung beweiskräftig. Bei den anderen Aussagen aber ist es ihr eigener Gehalt. Man sieht es ihnen auf den ersten Blick an, daß bei ihnen der Ausdruck , Wert“ ein zu Erledigendes vertritt, das sich allem Wechsel und Wandel in seinen mannigfachen Erledigungen als das Ständige entgegensetzen läßt5 nls das über Zeit und Personen hinweg verharrende Eine — der sich selber gleich bleibende Gegenstand, welcher dem Inhalt des fraglichen Gedankens gemäß der Wissenschaft unter „Wert“ vorgesetzt sei. Von Aussagen, die in dieser zweiten Art für den gesuchten Beweis einstehen können, nun einige Beispiele: