Zusatz zu Abschnitt II. 31 daß sich diese Aussagen deshalb widersprechen würden. Sie laufen dann einfach ohne jeden Bezug nebeneinander her. Wenn aber die herkömmliche Anschauung jene Aussagen in jenem allseitigen Bezug und Belang erblickt, dann setzt dies zwingend voraus, daß dem Einen Ausdruck „Wert“, dem sich alle jene Aus sagen verknüpfen, auch der Eine Gegenstand entspreche, jener, den alle jene Aussagen gemeinsam zu erledigen suchten. Weil aber das Sichselbergleichbleiben, die ständige Nämlichkeit dieses Gegen standes weder auf eine Vereinbarung sich zurückführen läßt, noch sonst zu eigentlicher Erörterung kommt, so müßte sie — gleich dem Gegen stände selber und seine sprachliche Vertretung durch den Ausdruck „Wert“ — ohne Hinzutun der Wissenschaft vorhanden sein. Wir erkennen, das herkömmliche Gebaren in der „Wertlehre hat nur unter der Bedingung Sinn und Verstand, daß wir ihm den frag liehen Gedanken als eine unbewußte und deshalb auch unerörterte Voraussetzung unterlegen. Damit ist aber nun der Beweis geliefert, daß innerhalb der „Wertlehre“ wirklich so gedacht und so vorgegangen wird, als stünde, aus sich selber schon, derGedanke fest: Es sei der Wissenschaft unter dem Sprachzeichen „Wert“ ein Singular objekt vorgesetzt. So darf es als verbürgt gelten, daß der fragliche Gedanke richtig erfaßt worden ist; genauer gesagt, daß er aus richtig Erfaßtem — jenen vier Selbstverständlichkeiten — richtig gefolgert wurde. Zusatz. Wie keine Ausreden feiner ersonnen sind, als die, mit denen wir unser Handeln vor unseren Selbstvorwürfen in Schutz nehmen, so ver fällt auch unser Denken auf die geschmeidigsten Ausflüchte dann, wenn es durch seine Selbstkritik in die Enge getrieben, wenn es die Lauter keit seiner Ursprünge, die Gültigkeit seiner letzten Voraussetzungen in Zweifel gesetzt fühlt. So mag sich meinen bisherigen Ausführungen der Einwand dauernd entgegenstemmen: „Es ist ja gar nicht der Wert, vielmehr der wirt schaftliche Wert jener Eine, nämliche Gegenstand, jenes der Wissenschaft Vorgesetzte Singularobjekt, auf das sich im besonderen auch das Verhältnis einer allseitigen Relevanz der Aussagen innerhalb der Wertlehre gründet“. Wie man sieht, streitet dieser Einwand nicht gegen den fraglichen Gedanken, gegen die Möglichkeit seiner Erfassung überhaupt an, sondern nur gegen eine Einzelheit in der Art seiner Erfassung. Aber selbst nach dieser beschränkten Hinsicht wird er sich nicht als stichhaltig er