5° ,Der Wertgedanke“, die ausdrücklich auf die Wertforschung Bezug nahmen. Und die vollzogene Antwort auf diese Frage würde in der unmittelbarsten Weise abermals für die Wertforschung von Belang sein. So aber, wie diese Frage nun als solche daliegt, fällt eigentlich für ihre Beantwortung nicht notwendig gerade die Wertforschung in Betracht. Es ist wenigstens nicht im voraus abzusehen, ob uns etwa eine Kritik der Wertforschung, wie uns die letztere in ihren bisherigen Äußerungen gegenständlich geworden ist, schon in den Stand setzt, jene Frage gültig zu erledigen. Immerhin erscheint es als das Naturgemäße, daß wir uns zunächst nun wieder an die Wertforschung halten, um die gestellte Aufgabe zu lösen, oder doch ihrer Lösung näherzubringen. Es bleibt damit der engste Zusammenhang mit unserem eigentlichen Gegenstände gewahrt, und von dem letzteren würden wir uns in der Folge nur soweit ent fernen, als es seine eigene Behandlung notwendig erscheinen ließe. Darin nun, daß wir die Kritische Wertfrage, in der Absicht ihrer Erledigung, zur herkömmlichen, also zur gegenständlich gewordenen Wertforschung in einen kritischen Gegenhalt setzen, darin wird sich der Rest der vorliegenden Untersuchung erschöpfen. V. Für sich selber in stetigem Weiterfließen gedacht, darf uns die Wertforschung in der sogenannten Wertlehre als etwas erscheinen, das in bleibender Gestalt und abgeschlossen vor uns liegt. Im Ange sichte dieser „Wertlehre“ suchen wir nun der Frage zu genügen, ob der Wissenschaft unter „Wert“ ein Singularobjekt vorgesetzt sei. Die Aussagenwelt der Wertlehre ist bisher immer nur unter der stillen Geltung des Wertgedankens betrachtet worden 1 ). Nun wird sie zum ersten Male daraufhin angesehen, ob sie uns eine Handhabe bietet, den Wertgedanken auf seine Gültigkeit zu prüfen. Es ist da zunächst der irrtümlichen Meinung zu begegnen, als l ) Es macht da gar keinen Unterschied aus, ob nun der einzelne Theoretiker die „Wertlehre“ unter keinem anderen Gesichtspunkt betrachtet, als daß er sie als die Ge samtheit der bisherigen „Werttheorien“ seiner eigenen „Werttheorie“ gegenübersieht. (So geschieht es in aller Regel, der Theoretiker muß sich dann als Partei im Streite gehaben, und seine Kritik ist daher im Wesen eine rein polemische.) Oder, ob die „Wertlehre“ umgekehrt nur unter dem Gesichtspunkte betrachtet wird, daß man erst nach den Ergeb nissen dieser Betrachtung den gebräuchlichen Beitrag zur „Wertlehre“ zu liefern, also erst hinterher eine eigene „Werttheorie“ zu begründen sucht. Darin beruht das Ungewöhn liche im Vorgehen O. Gerlachs, der sich im übrigen dennoch im Geiste der her kömmlichen Anschauung bewegt, weil eben auch er den Wertgedanken ruhig hinnimmt.