Abschnitt V. 51 würde die „Wertlehre“, die für das Dasein der Wertforschung zeugt, damit auch schon den Beweis für das Dasein jenes Singularobjektes vorstellen, wie es nach dem Inhalte des Wertgedankens zu denken wäre. Damit aber, daß alle Theoretiker herkömmlich so Vorgehen, als würden sie im guten Glauben an das Dasein eines Singularobjektes „Wert“ handeln, damit allein ist des letzteren Dasein doch noch keines wegs erwiesen. So sind zum Beispiel die alten Alchymisten tatsächlich im guten Glauben daran vorgegangen, den „Stein der Weisen“ finden zu können. Lag etwa darin schon ein Beweis, daß der „Stein der Weisen“ wirklich zu finden sei? Der Wertgedanke steht für den inneren Zusammenhang unter den Teilen der „Wertlehre“ ein, und läßt dadurch erst die letztere als Eines begreifen. Im Hinblick auf den Wertgedanken ist es also, daß uns die verschiedenen „Beiträge zur Wertlehre“, die verschiedenen „Werttheorien“, untereinander von Bezug und Belang erscheinen dürfen. Es stünde daher der Wertgedanke mit in Frage, und es könnte die Kritische Wertfrage aus der „Wertlehre“ heraus ihre Antwort finden, sobald wir es in kritische Erwägung ziehen würden, unter welcher Begründung denn eigentlich die verschiedenen „Werttheorien“ für ein ander relevant seien. Diese Begründung wäre dann entweder dem Inhalte des Wertgedankens gemäß zu finden: Sobald die verschiedenen „Werttheorien“ sich wirklich dadurch untereinander relevant zeigten, daß sie alle nur Erledigungsversuche des Einen, ständig nämlichen, des Singularobjektes „Wert“ darstellen, je vom subjektiven Standpunkte eines Theoretikers aus unternommen. Oder die Begründung der Relevanz aller „Werttheorien“ für einander wäre eben nicht in diesem Sinne, viel mehr in irgend etwas Anderem, oder auch vielleicht gar nicht zu finden. In beiden letzteren Fällen aber läge darin auch schon der Gegenbeweis für die Gültigkeit des Wertgedankens; die Kritische Wertfrage hätte unter Einem zwar mittelbar, aber durchaus entscheidend ihre Ver neinung gefunden. So jedoch vorgehen, das hieße abermals geradenwegs —ohne Rücksicht auf die überkommenen Meinungen den kritischen Er wägungen folgen. Ein solches Vorgehen verbietet sich aber aus den oben erwähnten Gründen. Wir bleiben dagegen dem einmal ein geschlagenen Wege treu, sobald wir zunächst von der Annahme aus gehen, daß der Wertgedanke ein gültiger sei, um dann unter dem Gesichtspunkte dieser Annahme einen prüfenden Blick in die Aussagenwelt der „Wertlehre“ zu werfen. Es soll sich zeigen, ob die tatsächlichen Verhältnisse innerhalb der „Wertlehre“ mit den Folgerungen aus jener Annahme in Einklang stehen. Unser Standpunkt ist also der, 4*