Ausblicke, V. 273 Wicklungen begleitet, oder auch durchkreuzt. Beides, Zustand und Entwicklung, kommen dabei in irgendeiner Weise immer unter den Determinanten des Geschehens in Anschlag, deren Kreis hiermit um die zuständlichen erweitert wird. Zugleich aber beruft sich dieses Geschehen, und das oberpersönliche Handeln wenigstens mittelbar, auf die ursprünglichsten Einheiten des Handelns. Diese ent schwinden unserem Geiste nur dort, wo das Denken in den vieler wähnten Formen den Ton angibt. Mit jenen Umformungen jedoch rückt hier an allen Stellen Person und persönliches Leben in den Vordergrund. Das gilt auch von den „Geschehnissen und den „Vorgängen“ des oberpersönlichen Handelns; man denke einfach an die Sachwalter dieses letzteren. Trotz seiner Umformung wahrt sich also das Geschehen neben seinem zeitlichen und örtlichen stets auch seinen persönlichen Weiser. Kraft dieser einweisenden Dreiheit sichert sich das Geschehen seinen Platz in dem Einen und großen Ge webe ; es macht damit aber auf seinen ureigenen Gehalt Anspruch. Es erscheint als etwas, das auch vor unserem Denken im greifbaren, praktisch werdenden Sinne nur mit sich selber da ist, in diesem Sinne sich „ereignet“. Diese Umformungen geben sich somit als „Er eignisse“. Das erlebte Geschehen selbst, das grüne Handeln, ist deshalb nicht Ereignis, weil es beharrlich mit unserem Ich zu sammenbleibt; sei es im Erleben selber, im Mitleben, oder im Nach leben. Ereignis ist immer umformend Ausgesondertes. Wenn wir uns trotzdem oft genug bewußt sind, „einem Ereignis beizuwohnen“, so folgt hier entweder die Aussonderung auf dem Fuße; es geht uns sofort ein Licht darüber auf, daß hier etwas auszusondern sei, das für alle Rückschau einen Anhalt bietet — als ein deutlicher Scheideweg der Linien des zusammenhängenden Geschehens, als „dramatischer Punkt“ oder es hängt dieser Eindruck daran, daß wir in die Zukunft voraus genau so umformend, Ereignisse aussondernd, denken wie in die Vergangenheit zurück; diese Gleichheit des rück- und des vorschauenden Denkens wird sich an unseren letzten Formeln bewähren. Und so kommen wir in die Lage, Ereignissen auch „entgegen“ zu sehen. Wie in der „kleinen“, unserer engeren Welt, so auch in der „großen“l Für die Rückschau sind die Ereignisse der Anhalt. In ihrem, den Zeitenlauf begleitenden Zusammenhang, sei er nun wie immer dicht bestockt und verschlungen, bedeuten diese Ereignisse die Art, wie sich unserem Denken jenes Netz von Handlungen darstellt, das hier im Grundsätze zu suchen ist. Aus den Handlungen, die an den dichtesten Zusammenhängen liegen, werden Ereignisse des wuch- v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft als Leben. 18