47 2 ,Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung“, seite“ gelegenen — Streifen minderen Ackerlandes schließt; dann ein ringförmiger Streifen Waldboden, bis endlich, um die Spitze herum, ein Bereich von Ödland den Mittelraum ausfüllt. Nun begreifen wir es zweifellos aus „naturgesetzlichen“ Beziehungen, weshalb es unter den gegebenen Verhältnissen zu dieser Anordnung kommen muß. Auch ist es klar, daß uns diese agronomische Einheit nicht bloß geometrisch, als System konzentrischer Ringe, nahe gelegt wird, sondern auch dadurch, daß alle diese spezifischen Böden einheitlich aus der Kegelform der Bergoberfläche heraus bedungen sind. Wir sind also imstande, die eine Strukturauffassung aus der anderen „kausal“ abzuleiten. Weil aber das Kollektivum selber schließlich doch als ein räumliches erfaßt ist, so hat dies alles nur die Bedeutung einer kausalen Interpretation der Zusammenfassung. Diese Zusammenfassung selber jedoch geht den Weg, der für das idio- graphische Denken in unserem Beispiele der charakteristische ist, denn sie erfolgt auf räumliche Beziehungen hin, die von den räum lichen Zusammenhängen abgehoben sind. So gilt es auch für den Teil jener „naturgesetzlichen“ Beziehungen, daß sich das idiographische Denken die Ergebnisse des nomothetischen nutzbar macht. Und so ist ihm gerade auch der Kollektivbegriff, der zur Zusammenfassung anleitet, bloß ein Mittel zum Zweck. Es handelt sich weder um eine bloße „Unterordnung“ unter den Kollektivbegriff „Kegel“, noch um eine bloße „Exemplifizierung“ des selben durch unseren Berg. Das idiographische Denken erstrebt aus drücklich den Einschluß des Konkretums in den räumlichen All zusammenhang, oder sagen wir, seine Auflösung in dem letzteren. Wir suchen uns bei der Strukturbestimmung klar zu werden, wie hier ein Konkretum dadurch vorliegt, daß sich auf der Grund lage des räumlichen Zusammenhängens ein Kollek tivum erfassen läßt. Das Ergebnis der Strukturbestimmung gipfelt also in einem Teilaufschluß über die Struktur des räumlichen Allzusammenhanges. So ist mit der bloßen Strukturbestimmung offenbar nur etwas geleistet, das noch über sich hinausweist 1 Die Formel für die abschließende Arbeit, soweit sie für ein einzelnes Konkretum zu leisten wäre, ist uns bekannt; es gilt, Struktur und Konstellation aufeinander zu beziehen. Wir wissen aber jetzt, was eine Strukturbestimmung immer noch von einer Konstellationsbestimmung getrennt hält und es also verhindert, beide so in eins zu ziehen, wie dies mit den früher erwähnten Lage bestimmungen ohne weiteres möglich war. Im Gegensatz zur Struktur-