Der Stoff der Sozialwissenschaft, III. 567 und dann erst Relation zum Subjektei Als dieser Zwitter zwischen Ding und Beziehung ist das Objekt eine Funktion. In die Objektfunktion kann auch ein Subjekt treten, wobei dann eben noetische Substanz die unumgängliche Voraussetzung dafür abgibt, ein noetisches Objekt zu formen. Ebensogut kann aber die seitliche Formung als Substanz eine phänomenologische sein: der an scheinend gewöhnliche Fall. So ist es bei den „Zeilen“, an denen überhaupt nur die Objektfunktion innerhalb des „lesen“ noetisch ist, wobei aber ein Hintergrund phänomenologischer Substanz verharrt: das so und so gestaltete, so und so materiell vorhandene, in Tinten rückstand oder Druckerschwärze dargebotene Raumding. Gerät nicht in diesen Fällen die noetische Denkweise unter die Vormundschaft der phänomenologischen? Schon deshalb nicht, weil es genügt, wenn das als Gegenpol des Subjekts zu Erfassende auch nur formbar ist zu einer phänomenologischen Substanz; die Formung selber ist nicht nötig. Begrifflich erfaßt wird dann nur die Objekt funktion, während der substanzielle Hintergrund der anschaulichen Vorstellung überlassen bleibt. So kommen in unserem Beispiele die „Zeilen“ überhaupt nur als „Zeichen“ in Betracht; das ist der wört liche Ausdruck ihrer Objektfunktion innerhalb des „lesen“. Soweithin ist aber die Formung rein noetisch: „vereinbartes Zwischenglied der Mitteilung“. Alles, was formbar wäre zum früher erwähnten Raum ding, das schwingt nur in anschaulicher Vorstellung hier mit. So führt uns jenes Bedenken eigentlich nur darauf zurück, wie gut sich das noetische Denken mit der Anschauung zu stellen weiß! Denn selbst bei der Formung des Subjektes, als noetische Substanz, kann beliebig viel in anschaulicher Vorstellung mitschwingen, was seinerseits zu phänomenologischer Substanz formbar wäre. Durch diese Fülle des Seienden greift das noetische Denken stets mit großer Sicherheit durch und langt nach dem „lebendigen Bande“, nach dem Sinn der Wirklichkeit. Das früher erwähnte Spiel der Bilder, um die Aussage A herum, greift ja auch auf das „Exterieur des Lesers“ über. Dagegen ist der spielerische Gedanke an eine bestimmte „Person“, die als „Leser“ fungiert, gleichbedeutend damit, daß man dem Subjekt des „lesen“ die „noetische Eigenlage“ anschaulich zuerkennt — wie es in späterer Folge erläutert wird. Nur im Äußerlichen des Ausdrucks hat es oft genug den An schein, daß die noetische Denkweise bei ihrer Schwester in Kost ginge. Wir nennen die Dinge, auch wenn wir sie bloß ihrer Objektfunktion nach erfassen, phänomenologisch. Das Sein ist dann aber bloß