24 II. Kapitel. 3., umgekehrt, wie das durch diese erwirkte Handelsvolumen (H). Auf die erste dieser drei Beziehungen ist Nachdruck zu legen. Sie konstituiert die „Quantitätstheorie des Geldes“. Dieses Prinzip ist so wichtig und ist so heftig umstritten worden, daß wir uns veranlaßt sehen, es noch weiter zu illustrieren. Wie bereits ange deutet, ist unter der „Quantität des Geldes“ die im Umlauf befindliche Menge der Dollar (oder einer anderen gegebenen Münzeinheit) gemeint. Diese Anzahl kann auf verschiedene Weise verändert werden, doch sind die nachstehenden drei Arten die bedeutendsten. Ihre Darlegung wird dazu dienen, die gewonnenen Schlüsse zu vollem Verständnis zu bringen und die fundamentalen Eigentümlichkeiten des Geldes, auf denen sie beruhen, zu offenbaren. Nehmen wir als erstes Beispiel den Fall an, daß eine Begierung die Nennwerte alles Geldes verdoppelt, d. h. wir wollen annehmen, daß das, was bisher ein halber Dollar war, von nun an ein Dollar und das, was bis jetzt als ein Dollar galt, zwei Dollar genannt werden soll. Demnach wird die Anzahl der im Umlauf befindlichen „Dollar“ verdoppelt und das in neuen „Dollarn“ bestimmte Preisniveau wird das doppelte des sonst herrschenden sein. Jedermann wird mit denselben Münzen auszahlen, als ob kein der artiges Gesetz gegeben worden wäre, obgleich in jedem Falle zweimal soviel „Dollar“ bezahlt werden müssen. Wenn z. B. der Preis für ein Paar Schuhe früher $ 3,— war, so sind jetzt für dasselbe Paar Schuhe $ 6,— zu bezahlen. Wir sehen also wie die nominelle Geldquantität auf die Preisniveaus einwirkt. Eine zweite Illustration finden wir in einer Wahrungsverschlechterung. Nehmen wir an, daß die Regierung jeden Dollar in zwei Stücke schneidet und aus den beiden Hälften neue „Dollar“ prägt, und daß ferner alle Papier noten eingezogen und durch das Doppelte der ursprünglichen Anzahl ersetzt und sonach für jede alte zwei neue Noten mit demselben Nennwerte aus gegeben werden. Kurz, wir setzen den Fall, daß das Geld nicht nur, wie in dem ersten Beispiel, eine andere Benennung, sondern auch eine Neuaus gabe erfährt; in der verschlechterten Währung werden die Preise genau wie in der ersten Illustration ebenfalls verdoppelt. Wenn die Teilung und Um prägung nicht soweit getrieben werden, daß die Auszahlungen erschwert werden, und daß diese Operationen störend auf die Bequemlichkeit des Geld wesens einwirken, so sind sie belanglos. Wo immer vor der Verringerung ein Dollar gezahlt worden ist, sind nun statt dessen zwei Dollar — d. h. zwei aus den ursprünglichen zwei halben Dollar neugeprägte Dollar — zu zahlen. In dem ersten Beispiel war die Steigerung der Quantität rein nominell; sie wurde durch eine Umtaufe der Münzen herbeigeführt. In dem zweiten