Beziehungen der Kaufkraft des Geldes zur Verkehrsgleichung. 25 Falle wird neben der Umnennung die weitere Tatsache der Umprägung ein geführt. Im ersten Fall blieb die Anzahl der tatsächlichen Geldstücke jeder Gattung unverändert und nur ihre Nennwerte wurden verdoppelt. Im zweiten Fall wurde die Anzahl der Stücke auch verdoppelt, und zwar durch eine Spaltung jeder Münze und durch deren Umprägung in zwei Münzen, wobei jede der Münzen dieselbe nominelle Benennung wie das ursprüngliche Ganze erhält, von dem es die Hälfte darstellt, und durch analoge Ver doppelung des Papiergeldes. Als dritte Illustration setze man den Fall, daß die Regierung, statt die Anzahl der Dollar durch deren Spaltung in zwei Stücke und durch eine Umprägung der halben Stücke zu verdoppeln, jedes vorhandene Geldstück verdopple und das Duplikat dem Besitzer des ursprünglichen Geldstückes einhändige Q. (Hierbei müßten wir weiter annehmen, daß wirksame Maß regeln getroffen wurden, um ein eventuelles Einschmelzen des Geldes oder seinen Export zu verhüten; andernfalls würde ein großer Teil des Zuwachses an Geld verschwinden und die Quantität des in Umlauf befindlichen Geldes nicht verdoppelt werden.) Wenn nun die Quantität des Geldes in dieser Weise verdoppelt wird, so werden sich die Preise ganz genau so verdoppeln wie in dem zweiten Beispiel, in dem es ganz dieselben Nennwerte gab. Der einzige Unterschied zwischen dem zweiten und dritten Beispiele besteht in der Größe und im Gewichte der Münzen. Statt eine Verringerung zu er fahren, bleiben die Gewichte der einzelnen Münzen unverändert, und nur ihre Anzahl wird verdoppelt. Diese Verdoppelung der Anzahl der Münzen muß dieselbe Wirkung haben wie ihre Verschlechterung um 50 Prozent, d. h. sie muß die Verdoppelung der Preise zur Folge haben. Die Beweiskraft des dritten Beispiels wird noch schlagender, wenn wir der Darstellung Ricardos gemäß * 2 ) durch die Annahme eines Schlagschatzes von dem dritten auf das zweite Beispiel übergehen. Nehmen wir an, die Regierung behalte, nachdem sie alles Geld verdoppelt hat, von jeder Münze die Hälfte des ursprünglichen Wertes für sich, es werde also damit das Ge wicht auf das der verschlechterten Münzen des zweiten Beispiels herunter gebracht und so das einzige Unterscheidungsmerkmal beider Beispiele be seitigt. Solange die Anzahl der Münzen unverändert bleibt, wird dieser Abzug des „Schlagschatzes“ ihren Wert nicht beeinflussen. 1) Vgl. J. S. Mill, Prindples of Political Economy, Teil III, Kap. VIII, § 2. Ein im Prinzip ähnliches Beispiel, das von dem gegebenen nur in der Form etwas abweicht, wird von Ricardo in seiner Antwort an Bosanquet benützt. Siehe Works, 2. Aufl., London (Murray), 1852, S. 346. 2 ) Works, 2. Aufl., London (Murray), 1852, S. 346 u. 347. (Antwort an Bosanquet, Kap. VI); siehe auch S. 213 u. 214.