Einfluß der Depositenumlaufsmittel auf die Gleichung usw. 27 meinen den Zahlungsanspruch eines Gläubigers gegenüber einem Schuldner. Dem Scheckverkehr unterworfene Bankdepositen sind Ansprüche der Bank gläubiger gegen die Bank, kraft deren sie vermittelst Scheck spezifizierte Geldsummen von der Bank auf Verlangen ziehen können. Da wir nur diese und keine andere Art der Bankdepositen erörtern werden, so sind unter „Bankdepositen“ stets „dem Scheckverkehr unterworfene Bankdepositen“ zu verstehen. Sie werden auch „Zirkulationskredit“ genannt. Bankschecks sind, wie wir gesehen haben, nur Anweisungen, die zur Ziehung, d. h. zur Übertragung von Bankdepositen berechtigen. Die Schecks selbst sind keine Zahlungsmittel; die durch sie repräsentierten Bankdepositen hingegen sind die Zahlungsmittel. Aus dieser Übertragung von Bankdepositen ist das sogenannte „Ge heimnis des Bankwesens“, der „Zirkulationskredit“ entstanden. Viele Per sonen, einschließlich einzelner Nationalökonomen, haben angenommen, daß der Kredit eine spezielle Form des Reichtums sei, der von einer Bank sozu sagen aus Nichts geschaffen werden kann. Andere behaupten, daß der Kredit in dem wirklichen Reichtum überhaupt keine Grundlage besitze sondern nur eine Art fiktiver und aufgeblähter Seifenblase von prekärer', wenn nicht gar völlig unberechtigter Existenz sei. Tatsächlich kann man das Wesen der Bankdepositen ebensogut verstehen wie das der Banknoten und was in diesem Kapitel über Bankdepositen gesagt wird, kann im wesent lichen auch auf Banknoten angewendet werden. Der Hauptunterschied ist ein formeller: während die Noten von Hand zu Hand umlaufen, zirku lieren die Depositenumlaufsmittel nur vermittelst spezieller Anweisungen der sogenannten „Schecks“. Um die wahre Natur der Bankdepositen zu erkennen, wollen wir uns eine hypothetische Institution vorstellen, und zwar wählen wir eine primitive Bank, die hauptsächlich nur der Depositen und der sicheren Verwahrung wirklichen Geldes wegen bestehe. Die ursprüngliche Bank in Amsterdam glich einigermaßen derjenigen, die wir uns nun vorstellen. In dieser Bank werden von einer Anzahl von Personen $ 100,000 in Gold niedergelegt, wo gegen jede Person eine Bestätigung für den Betrag ihres Depositums in Emp fang nimmt. Wenn diese Bank eine „Kapitalabrechnung“ oder einen Status herausgäbe, so würde diese Abrechnung $ 100,000 in ihren Kellern und $ 100,000 als den Deponenten schuldigen Be\trag aufweisen, und zwar wie folgt: Aktiva Passiva Gold $ 100,000 Schuld an Deponenten $100 000 Die rechte Seite der Aufstellung besteht natürlich aus kleineren, den