<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa</title>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>1028803753</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>157 
Chinin behandelt. Die Kinder bekamen statt Chinin Euchinin. 
Denjenigen Individuen, die starke Milzvergrößerung aufwiesen, 
wurden je nach Bedarf 2 oder 3 Monate lang Esanophelespillen 
gegeben. Die Blutuntersuchungen wurden in der Zeit von Juli 
bis Oktober aller 25 Tage wiederholt, insgesamt also fünfmal vor 
genommen. Im ganzen wurden während dieser Zeit 120 Plasmodien 
träger und 42 Malariafälle gezählt. Die Blutuntersuchung wird noch 
weiter fortgesetzt. 
Die Ergebnisse dieser Malariabekämpfung in Hokuto, die unter 
Eeitung von Dr. Hatori ausgeführt wurde, veranschaulicht Tabelle XV. 
5. Oie Malariabekämpfung in der Zukunft. 
Von der Wichtigkeit der Sache überzeugt und zugleich durch die 
günstigen Erfolge ermutigt, hat das Generalgouvernement be 
schlossen, mit dem Rechnungsjahre 1911—1912 die Malariaprophy 
laxis im großen Maßstabe anzuwenden. In Betracht kommen 
dabei zunächst die Orte Karenkö, Bokusekikaku, Seikoö und Taitö 
(sämtlich im Osten), Hözan und Akö (im Süden), Chikutöki (in 
Mittelformosa) und Hokuto (im Norden). So dürfen wir hoffen, 
Formosa in einigen Jahren gegen das epidemische Auftreten der 
Malaria gesichert zu haben.</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
