28 stehende Material bestätigt werden, aber immerhin auf Annahmen und nicht auf exakt statistischen Angaben. Uebrigens sind wir im stande, die erzielten Resultate mit der Wirklichkeit zu vergleichen. Wir haben dabei die Arbeit von F. A. Schtjerbina x ) über Bauern budgets im Gouvernement Woronesch im Auge. Da ein Bauern hof im Durchschnitte 11,3 Deßjätinen Nadjelland hat, so halten wir uns bei den Angaben von Schtjerbina an, insofern sie Betriebe mit 5 —15 Deßjätinen Nadjelland pro Familie betreffen. Aus den Ein nahmen ziehen wir diejenigen aus Heu-, Stroh- und Spreu verkauf ab, da diese Produkte meistens in der bäuerlichen Wirtschaft selbst verbraucht werden und nur als Betriebsmittel dienen. Ferner sind auszuschalten die Einnahmen aus Pachtzins für Nadjelland, da andere Bauernfamilien den gleichen Posten als Ausgabe buchen müssen; desgleichen die Einnahmen von Gewerbe und Handel. Aus den Einnahmen, die der Viehverkauf mit sich bringt, haben wir die Kaufkosten abgezogen; desgleichen aus den Einnahmen für Getreideverkauf den Kaufpreis vom Samen. Nach diesen unerläßlichen Korrekturen erhalten wir ein Ein kommen pro Person beiderlei Geschlechts: Vom Ackerbau 18,80 Rubel Von der Vieh- und Vogelzucht . . 10,75 » Vom Garten- und Gemüsebau . . . 1,18 » Zusammen 30,73 Rubel Diese Zahl ist kleiner als die von uns gewonnene. Man soll aber dabei nicht vergessen, daß in der oben angeführten Ein kommentabelle des Woronescher Bauern der Lohn fehlt, den er für Dienstleistungen beim Gutsbesitzer erhält. Schtjerbina behandelt diese Einnahme in der gewerblichen Rubrik und betrachtet sie so mit als eine nicht landwirtschaftliche Quelle. Der Gewerbebetrieb wirft nach den Angaben von Schtjerbina 6,73 Rubel pro Person beiderlei Geschlechts ab Nach unseren Berechnungen liefert die landwirtschaftliche Lohnarbeit 2,89 Rubel pro Kopf. Das Durch schnittseinkommen eines Woronescher Bauern aus der Landwirt schaft beträgt folglich 33,62 Rubel. Dies ist aber fast das gleiche Resultat, zu welchem auch wir gelangt sind. Diese Bestätigung unserer hypothetischen Berechnungen durch die Schtjerbinaschen Angaben verleiht ihnen einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit. Genügt dieses Einkommen für die bescheidene Lebensführung des russischen Bauern? ’) F. A. Schtjerbina, Bauernbudgets. Woronesch 1900 (russisch).