43 Stammkapital Tatsächlicher Vom Staate zugelassene der A.-G. Zuwachs Vermehrung Mill. Rubel Mill. Rubel Mill. Rubel 1901 1891,1 1,0 168,9 1902 1892,1 27,3 82,9 1903 I9i9,4 90,4 86,2 1904 2009,8 ') 32,9 96,1 1905 2042,7 37,9 137,2 1906 2080,6 120,4 i3i,5 1907 2201,0 66,1 233,o 1908 2267,1 — 169,9 Innerhalb 15 Jahren wurde erlaubt, das Grundkapital Aktiengesellschaften um 2982,9 Millionen Rubel zu vergrößern; de facto aber gleicht der Zuwachs 1591,7 Millionen Rubel, d. h. er ist um 1391,2 weniger. Welcher Teil dieser Differenz auf die nichtrealisierten Konzessionen entfällt und welcher auf die dem Bankrott verfallenen Gesellschaften, das wissen wir nicht. Ein anderer Mangel dieser Bilanzen ist das, daß die Angaben, die die russischen Gesellschaften betreffen, von denjenigen, die sich auf die ausländischen beziehen, nicht getrennt sind. Unsere Berech nung übersteigt somit den wirklichen Umfang des Kapitalzuwachses der russischen Industrie. Das rapide Zunehmen von Aktiengesellschaften während der Jahre 1895 —1901 steht gewiß im Zusammenhang mit der Einfüh rung der 4 °/o Rente und dem Verkaufe der russischen Fonds nach dem Auslande; wie wir bereits bemerkt haben, machte diese Ope ration 1600 Millionen Rubel russischen Kapitals frei. Im Laufe von 4 Jahren (1897—1900) überstieg die Summe des in der Indu strie angelegten Kapitals die während dieser Zeit gemachten Er sparnisse um 900 Millionen Rubel. Diese Summe von ca. 1 Milliarde Rubel konnte nur aus dem Erlös der ins Ausland verkauften russischen Staatspapiere gedeckt werden. Wenden wir uns nun der Statistik der freien Kapitalien zu, die sich in Form von Kontokorrenten in den Reichs- und Privat banken befinden (s. Tabelle S. 44 oben). Berücksichtigen wir alle angeführten Tabellen, so können wir sowohl den Kapitalzuwachs in Rußland selbst, als auch den Zufluß von ausländischen Kapitalien nach Rußland annähernd berechnen. ') Annähernde Ziffer.